Dr. Carsten Geisenhanslüke

Forum

Kernaussage: Nanopartikel und nanostrukturierte Materialien stecken seit jeher im Beton.

15. September 2011

Über die Motivation: Wir sehen gute Chancen für die Nanotechnik, um mit ihrer Hilfe die CO2-Emissionen bei der Zementherstellung zu senken, und um damit Leichtbau (für filigranere Bauwerke) zu realisieren.

Über erste Produkte: Wir liefern bereits ultrahochfesten Beton (UHPC) mit nanostrukturierten Steuerungskomponenten (CNT), der beispielsweise Grauguss als typischen Werkstoff für Maschinenfundamente ersetzt.

Über die Weiterentwicklung: Dyckerhoff beteiligt sich an zahlreichen BMBF-Projekten (etwa mit der Erforschung neuer zementgebundener Baustoffe, basierend auf nanoskalierter Bindemittelmatrix und Suspensionsbetontechnologie).

Neue Eigenschaften: Wir setzen nanoskalierte Titandioxidpartikel ein, um eine selbstreinigende Betonoberfläche zu erhalten und um auf ihr eine Photokatalyse zu erreichen, mit der sich Schadstoffe in der Luft abbauen lassen (daher auch Beteiligung am BMBF-Projekt ›Helioclean‹ – Nanotechnisch funktionalisierte Baustoffe zur solarkatalytischen Luft- und Oberflächenreinigung).

Zu Ideen für die Zukunft: Entwicklung von Medien zum Speichern von erneuerbarer Energie und Kombination von Verbundwerkstoffen (etwa: Glas mit Beton verkleben).

Über gesundheitlichen Risiken: Wir arbeiten eng zusammen mit der Innovationsallianz Carbon Nanotubes (Inno.CNT), um mögliche Einwirkung des CNT im Beton auf die Umwelt und den Menschen zu erforschen.

Dr.-Ing. Carsten Geisenhanslüke, Leiter der Produktentwicklung, Dyckerhoff AG, Wiesbaden

Erschienen in Ausgabe: 01/2011