Direktpressen von optischen Glaslinsen

Ceratizit nimmt am EU-Projekt „Production 4µ“ teil

26. Februar 2007

Was haben Digitalkameras, Handykameras, Nachtsichtgeräte, die Automobilindustrie und die Medizintechnik gemeinsam? Sie benötigen alle eine optische Funktionsfläche, die Linse. Im Rahmen des EU-Projekts „Production 4µ“ hilft Ceratizit den OEM, Original Equipment Manufacturers (Originalausrüstungshersteller) von Glaslinsen, Kosten zu senken. Weg von der mehrschrittigen Handbearbeitung, hin zum Zeit sparenden Abformen mit Präzisionsblankpressen. Für die von den Produzenten von Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) geforderten hochwertigen Linsen wird vielfach auch heute noch zunächst Glas in Stangen hergestellt und dieses anschließend in Stücke gesägt. Auf dem Weg zur fertigen Linse müssen die einzelnen Glasstücke dann noch geschliffen und poliert werden. Ein äußerst aufwändiges und kostspieliges Procedere. Ihren Beitrag zum EU-Projekt „Production 4µ“ leistet Ceratizit mit Werkzeugsätzen aus Hartmetall zum so genannten Präzisionsblankpressen. Mit ihnen lassen sich Glaslinsen direkt abformen. Dabei werden Glasvorformen, so genannte Gobs, in Ober- und Unterformen (Presstempel) aus Hartmetall gelegt und unter Schutzgasatmosphäre auf bis zu 700°C erhitzt. Dabei wird das Glas zäh und verformbar. Die Linsenkontur wird nun durch die Form des Hartmetallwerkzeugs bzw. Presstempels auf das Glas übertragen. Nach dem Abkühlen ist die Linse ohne jede weitere Nachbearbeitung einsatzfertig. Das spart Zeit und Geld.