Digitalisierung gibt den Ton an

Die Euroblech ist nach vier erfolgreichen Messetagen zu Ende gegangen. Insgesamt 56.301 Besucher aus aller Welt sind nach Hannover gereist, um sich an den Ständen von 1.507 Ausstellern aus 40 Ländern über Neuheiten rund um die Blechbearbeitung zu informieren.

26. November 2018
Nach vier erfolgreichen Messetagen ist die Euroblech zu Ende gegangen. (Bild: Mack Brooks)
Bild 1: Digitalisierung gibt den Ton an (Nach vier erfolgreichen Messetagen ist die Euroblech zu Ende gegangen. (Bild: Mack Brooks))

„Die Stimmung auf der Messe war hervorragend, sowohl bei den Ausstellern als auch bei den Besuchern. Ein Großteil der Aussteller hat sich in diesem Jahr mit beeindruckenden und aufwendigen Ständen gezeigt“, betont Evelyn Warwick, Messedirektorin der Euroblech. „Wir konnten den Fortschritt, der in den vergangenen zwei Jahren in der Blechbearbeitung gemacht wurde, sehr gut erkennen“, so Evelyn Warwick weiter.

Messe profitiert von der boomenden Branche

Viele Aussteller zeigten, wie digital sich die Industrie aufgestellt hat und wie sich diese neuen Technologien in der Produktion umsetzen lassen. Die Euroblech endet mit einer Rekordausstellungsfläche von 89.875 Nettoquadratmetern und einer nachhaltigen Besucherzahl, was auch an der boomenden Branche liegt.

Auf der Ausstellerseite konnte die Euroblech in diesem Jahr einen Anteil von 58 Prozent bei den ausländischen Ausstellern erzielen, was einer Steigerung der Internationalität von vier Prozent entspricht. Eine erste Auswertung ergab, dass die Messe mit einem Anteil von 37 Prozent an ausländischen Besuchern auf der Besucherseite ebenfalls sehr international war. Wichtigste Besucherländer auf der Euroblech waren, neben Deutschland, Italien, die Schweiz, die Niederlande, Spanien, die Türkei, Indien, Großbritannien, Polen, Österreich und Belgien.

Großteil der Besucher waren Entscheider

Die Besucher kamen zu 73 Prozent aus der Industrie; weitere wichtige Bereiche waren das Handwerk, Handel und Dienstleistungen. Wichtigste Sektoren, aus denen die Besucher kamen, waren der Maschinenbau, Stahl- und Leichtmetallbau, Eisen-, Blech- und Blechprodukte, die Automobilindustrie sowie deren Zulieferer, die Elektrotechnik sowie Eisen- und Stahlerzeugung.

Der Fachbesucheranteil war mit 97 Prozent gewohnt hoch. Neben der großen Internationalität ihrer Besucher konnte die Messe auch wieder mit einem Publikum punkten, das zum Großteil aus Vertretern des Managements mit hoher Entscheidungs- und Beschaffungskompetenz bestand. Der Anteil der Besucher, die an Kaufentscheidungen beteiligt sind, betrug 79 Prozent und war somit fast gleichbleibend hoch im Vergleich zur vergangenen Messe.

Die vorläufige Auswertung der Messeanalyse zeigt, dass Aussteller und Besucher mit der diesjährigen Euroblech sehr zufrieden waren. Besucher lobten vor allem die Vollständigkeit und die Internationalität des Messeangebots sowie die Qualität der Stände mit vielen Live-Demonstrationen zur Digitalisierung. Die Aussteller gaben an, ein qualifiziertes, internationales Fachpublikum mit hoher Entscheidungsbefugnis angetroffen zu haben, und vor allem auch viele neue Kontakte geschlossen zu haben. Mehr als 70 Prozent der Aussteller bekundeten bereits vor Ort, auch auf der Euroblech 2020 wieder auszustellen. Die nächste Euroblech findet vom 27. bis 30. Oktober 2020 in Hannover statt.

Gewinner des Online-Wettbewerbs

Dass innovative Technologie im Mittelpunkt der Leitmesse für Blechbearbeitung stehen, wurde durch den Online-Wettbewerb deutlich, der in diesem Jahr unter dem Motto „Am Puls der Digitalisierung“ stand. Die Gewinner wurden über eine Online-Abstimmung der Blechbearbeitungs-Community ausgewählt und am zweiten Messetag prämiert.

In der Kategorie „Digitale Transformation“ wurde Trumpf ausgezeichnet für Track & Trace, das Indoor-Lokalisierungssystem, das auf Ultra-Wideband-Technik (UWB) basiert und über Satelliten die eindeutige Position von Markern in Echtzeit ermittelt. In der Kategorie „Bestes Start-Up“ erhielt Fractory Solutions aus Estland einen Award für die Entwicklung einer On-Demand-Blechverarbeitungsplattform. Kunden erhalten durch das Hochladen von CAD-Zeichnungen in kurzer Zeit Angebots- und Lieferpreise, was den Bestellungsprozess bis zu zehn Mal schneller macht.