Digitalen Transformation der Werkzeugmaschine

Unter dem Motto ›Digitalization in Machine Tool Manufacturing – Thinking further‹ zeigt Siemens auf der EMO in Hannover Erweiterungen seines Digital-Enterprise-Angebots für die Werkzeugmaschinenindustrie.

31. Mai 2019
Digitalen Transformation der Werkzeugmaschine
Unter dem Motto ›Digitalization in Machine Tool Manufacturing – Thinking further‹ zeigt Siemens auf der EMO in Hannover Erweiterungen seines Digital-Enterprise-Angebots für die Werkzeugmaschinenindustrie. (Bild: Siemens)

Das Unternehmen integriert Zukunftstechnologien wie seine neue Werkzeugmaschinensteuerung, Edge- und Cloud-Computing, Künstliche Intelligenz und Additive Manufacturing in sein Portfolio und führt die Werkzeugmaschinenwelt damit auf die nächste Stufe der digitalen Transformation. »Mit unseren Digitalisierungslösungen ebnen wir den Weg für die Zukunft der Werkzeugmaschinenindustrie und tragen dazu bei, dass unsere Kunden die wachsenden Datenmengen zur Steigerung der Produktivität, Qualität und Wettbewerbsfähigkeit nutzen können«, so Dr. Wolfgang Heuring, CEO der Business Unit Motion Control.

Grundlage für innovative Technik ist die Verfügbarkeit und Transparenz von Daten, mit denen sich digitale Zwillinge erstellen lassen, die die industrielle Fertigung im virtuellen Raum abbilden. »Der entscheidende Hebel ist, diese Daten in wertvolles Wissen umzuwandeln«, erklärt Heuring weiter.

Digital Native in der Werkzeugmaschine

Mit der neuen ›Sinumerik One‹ stellt Siemens auf der EMO ein Kernstück für die digitale Transformation der Werkzeugmaschine vor. Als sogenannter ›Digital Native‹ wartet die neue Steuerung mit der Software ›Create My Virtual Machine‹ zur Erstellung der Maschinensteuerung und dem digitalen Zwilling auf und trägt so zu einer nahtlosen Integration von Hardware und Software bei. »Durch das nahtlose Zusammenspiel virtueller und realer Daten ermöglicht die Sinumerik One Maschinenbauern wie Maschinenanwendern eine Reduzierung der Markteinführungszeiten und eine Steigerung der Maschinenperformance«, erklärt Uwe Ruttkamp, Leiter Machine Tool Systems in der Business Unit Motion Control.

Die Steuerung ist mit leistungsstarker Hardware und der Software zur Erstellung des digitalen Zwillings ausgestattet. Das ermöglicht Maschinenherstellern eine vollständige Virtualisierung ihrer Entwicklungs- und Maschinenprozesse. Dadurch können sie ihre Abläufe beschleunigen. Maschinenanwender profitieren von schnelleren Inbetriebnahmezeiten. Sie können schneller rüsten, Teile im Virtuellen einfahren und deutlich performanter produzieren. Schulungen können abseits der Maschine ausgeführt werden.

Highlight Additive Manufacturing

Die Sinumerik One können Besucher der EMO live erleben. Ein Beispiel, das auf dem Messestand zu sehen sein wird, ist von Beam. Beam ist Hersteller von Maschinen für Directed Energy Deposition (DED). Als erster Maschinenbauer hat er eine Sinumerik One in seine Additive-Manufacturing-Maschine ›Module 250‹ eingebaut. Als weltweit erste AM-Maschine, die mit einer Sinumerik One ausgestattet ist, können Besucher der EMO bei der Prozesssimulation des Materialauftrags an der Maschine im mitgelieferten Softwarepaket zusehen.

Neue Edge-Applikation

Mit ›Analyze My Workpiece‹ erweitert Siemens das Softwareangebot rund um die Werkstückqualität. Die neue Edge-Applikation ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung der Produktion von Werkstücken in Werkzeugmaschinen. Dazu werden verschiedenste Messwerte hochfrequent und rückwirkungsfrei aus der Maschine erfasst und kontinuierlich mit einem Referenzmodell verglichen. Analyze My Workpiece erlaubt somit eine Optimierung der Werkstückqualität während der Produktion.