Digitale Plattform für Blechbearbeitung wächst

Rund anderthalb Jahre nach dem Start ihrer Plattform für Blechbearbeitung kündigt Laserhub zahlreiche Neuerungen an. Das Stuttgarter Startup bedient mit laserhub.de die komplette Wertschöpfungskette der Blechbearbeitung.

04. März 2019
Christoph Rößner, Gründer und Mitglied der Geschäftsleitung von Laserhub: Um den Wünschen der Branche nachzukommen, haben wir unser Team aufgestockt und umfassend in die Weiterentwicklung unserer digitalen Plattform für das Beschaffungsmanagement investiert. (Bild: Laserhub)
Bild 1: Digitale Plattform für Blechbearbeitung wächst (Christoph Rößner, Gründer und Mitglied der Geschäftsleitung von Laserhub: Um den Wünschen der Branche nachzukommen, haben wir unser Team aufgestockt und umfassend in die Weiterentwicklung unserer digitalen Plattform für das Beschaffungsmanagement investiert. (Bild: Laserhub))

„Die vergangenen 18 Monate seit dem Start der Plattform sind wie im Flug vergangen. Durch die schnell wachsende Zahl an Nutzern haben wir auch viel Erfahrungen gesammelt und Vorschläge von Kunden und Partnern erhalten“, so Christoph Rößner, Gründer und Mitglied der Geschäftsleitung von Laserhub.

Um den Wünschen der Branche nachzukommen, hat das Start-up sein Team massiv aufgestockt und umfassend in die Weiterentwicklung der digitalen Plattform für das Beschaffungsmanagement investiert. Die ersten Ergebnisse sind nun live.

Schnellere Kalkulation und mehr Fertigungstiefe

Mit dem Ziel eines besseren Nutzerlebnisses hat Laserhub den Kalkulationsprozess vereinfacht und beschleunigt. Die intuitive Benutzerführung enthält unter anderem eine schneller Prüfung der Bauteile. Somit kann unmittelbar nach dem Upload der CAD-Dateien eine verlässliche Aussage über die Produzierbarkeit der Teile erfolgen. Darüber hinaus ist jetzt auch die Abwicklung und Kalkulation von Baugruppen möglich.

Zusätzlich erhalten Nutzer die Option, einzelne Werkstücke als Sichtteile zu konfigurieren. Das ist möglich, da Laserhub mehrere Entgratoptionen bietet, die auch hohe Anforderungen an die Oberflächenqualität der Bauteile erfüllen.

Eine weitere Neuerung: die Auswahl an Schneidegasen. Bei der Produktion von Stahlbauteilen können sich Kunden künftig anstelle des standardmäßig verwendeten Sauerstoffs bei Bauteilen mit einer Materialstärke bis zehn Millimeter für Stickstoff entscheiden. So erhalten sie oxidfreie und saubere Kanten, was vor allem die Weiterverarbeitung im Pulverbeschichten erleichtert und die Qualität verbessert.

„Seit kurzem bieten wir online die Kalkulation von pulverbeschichten Stahlbauteilen an. Zugleich sammeln wir so Erfahrungen, um gegebenenfalls unser Portfolio um weitere Oberflächenbeschichtungen zu ergänzen“, ergänzt Christoph Rößner.

Das Pulverbeschichten erfordert neue Produzenten, eine Erweiterung der Auditierung sowie eine neue Kalkulationslogik. „All das haben wir nun umgesetzt und kommen so unserem Ziel, die gesamte Vielfalt der Blechbearbeitung über einen Eingangskanal anzubieten, einen Schritt näher“, betont Rößner.

Schnellerer Zugriff auf Lieferanten

Da viele Kunden von Laserhub mittlerweile größere Volumina über einen definierten Zeitraum beschaffen, bietet das Start-up auch Rahmenverträge. Laserhub bepreist das angefragte Jahresvolumen und schafft für seine Kunden und Produzenten mehr Planungssicherheit.

Durch die wachsende Beliebtheit der Plattform für digitales Beschaffungsmanagement in der Blechbearbeitung wächst der Bedarf an Materialien. Mit Kupfer ist jetzt auch das erste Nichteisenmetall online bestellbar. Mit Kupfer sind viele Anwendungsfälle möglich, bei denen Stahl oder Alu nicht infrage kommen.

Um das Angebot in gewohnter Qualität zu leisten, hat das Start-up sein Team vergrößert. So wurde beispielsweise die Stelle eines virtuellen Werkleiters geschaffen. „Wir vergrößern unsere Anzahl an Produzenten jeden Monat, um mehr Vielfalt zu ermöglichen. Wir arbeiten nur mit ISO-zertifizierten Produzenten, die wir nochmal individuell zertifizieren. Wir können für jeden Auftrag den am besten geeigneten Produzenten identifizieren“, so Rößner abschließend.