Digitale Fabrik

Richtlinie VDI 4499 Blatt 2 (Entwurf): Digitaler Fabrikbetrieb

08. Dezember 2009

In der neuen Richtlinie VDI 4499 Blatt 2 „Digitaler Fabrikbetrieb“ haben Experten aus Industrie, Dienstleistung, Softwarehäusern und Instituten die Komponenten des digitalen Fabrikbetriebs und ihre Anwendung auf zwei wesentlichen Feldern beschrieben: Digitaler Betrieb von Werkzeugmaschinen und Digitaler Betrieb automatisierter Produktionsanlagen. Wichtige Komponenten des digitalen Fabrikbetriebs sind beispielsweise die virtuelle Inbetriebnahme oder die betriebsbegleitende (Realzeit-)Simulation. Die ‚Digitale Fabrik‘ als „Oberbegriff für ein umfassendes Netzwerk digitaler Modelle, Methoden und Werkzeuge“ wird heute nicht nur in der Planung von Produktionssystemen eingesetzt, sondern zunehmend auch im laufenden Betrieb. Dabei sollen Daten aus Planungswerkzeugen zur Inbetriebnahme und für den Betrieb genutzt werden, so dass neue oder geänderte Produktionsanlagen schneller und sicherer anlaufen und den Serienbetrieb aufnehmen können.

Am Übergang aus der Planung in die Inbetriebnahme und die Serienproduktion wirken virtuelle und/oder reale Maschinen und deren dynamisches Verhalten mit virtuellen und/oder realen Anlagensteuerungen als Abbild der Logik der Anlagen zusammen. Mit der Verbindung zu überlagerten Fertigungsmanagementsystemen erlaubt der Digitale Fabrikbetrieb Aussagen über das Gesamtverhalten von Maschinen und Anlagen vor deren realem Anlauf.

Herausgeber der Richtlinie VDI 4499 Blatt 2 „Digitaler Fabrikbetrieb“ ist der Fachbereich Fabrikplanung und -betrieb der VDI-Gesellschaft Produktion und Logistik (VDI-GPL). Sie ist im Entwurf ab Dezember 2009 in deutscher Fassung zu einem Preis von 63,30 € beim Beuth Verlag in Berlin (Telefon +49 (0) 30 26 01-22 60) zu beziehen. Einsprüche sind bis 31.05.2010 möglich. Unter www.vdi.de/richtlinien oder www.beuth.de können VDI-Richtlinien auch online bestellt werden.