Digital Thread erlebbar machen

FTI, Simufact und Aicon zeigen auf der Euroblech unter dem Dach von Hexagon Manufacturing Intelligence, wie die digitale Prozesskette in der Blechbearbeitung aussehen kann. Hexagon-Lösungen verbinden Design und Engineering, Produktion und Messtechnik.

02. Oktober 2018

Unter dem Dach von Hexagon Manufacturing Intelligence stellen Aicon, FTI und Simufact auf ihrem Euroblech-Gemeinschaftsstand vor, wie Design und Engineering, Produktion und Messtechnik zu einer digitalen Prozesskette in der Blechverarbeitung verbunden werden können.

Datengetriebenes Ökosystem

Dem Prinzip des digitalen Threads folgend führen Hexagon-Lösungen die Produktionsphasen Design (CAD) und Engineering (CAE), Produktion (CAM) und Messtechnik zu einem datengetriebenen Ökosystem zusammen. Intelligente Lösungen können die Produktivität durch Qualitätsverbesserungen erhöhen und damit für den Kunden einen Wettbewerbsvorteil erzielen.

Für die Darstellung ihrer Leistungen in der Blechprozesskette haben die drei Partner einen Anwendungsfall für den digitalen Thread aufbereitet: Anhand eines Sitzquerträger-Blechbauteils veranschaulichen sie beispielhaft die Leistungsfähigkeit und das Zusammenwirken ihrer Software- und Hardwarelösungen in der Blechprozesskette.

Erste Kostenabschätzung

Auf der Basis von CAD-Bauteildaten unterstützen Softwarelösungen von FTI zunächst beim Produktdesign. In der frühen Produktenwicklungsphase kann basierend auf der Bauteilgeometrie eine Machbarkeitsanalyse durchgeführt und Rückschlüsse über mögliche Bauteiländerungen gewonnen werden. Es erfolgt eine erste Auslegung der Methode und die Material- und Werkzeugkosten werden ermittelt. Diese Informationen unterstützen den Anwender bei der Kostenabschätzung und tragen zu einer optimierten Prozessauslegung für Blechumformteile bei.

Simulationslösungen von Simufact stellen die Fertigungsprozesse in den Mittelpunkt: Sie unterstützen bei der Optimierung von Umformprozessen, Fügeverfahren und additiven Fertigungsprozessen. Das virtuelle Testen von Prozessen verringert die Anzahl realer Testläufe, indem Vorhersagen zu Maßhaltigkeit oder Aufsprungverhalten getroffen werden. Mit den Simulationsergebnissen lassen sich Produkteigenschaften wie Wandstärkenverteilung, Kantenverwölbung und die Härteverteilung ermitteln.

Maßhaltige Fertigung validieren

Messlösungen von Aicon inspizieren das gefertigte Teil durch eine optische 3D-Vermessung und validieren die maßhaltige Fertigung. Ein Vergleich der Messergebnisse mit der Sollgeometrie gibt Aufschlüsse über Toleranzüberschreitungen.

Mit der SWYM-Technik von Aicon ist es möglich, die Ergebnisse einer Messung direkt auf dem Objekt sichtbar zu machen. Die adaptive Projektionstechnik projiziert nicht nur die zum Scannen notwendigen Muster in Farbe auf die Oberfläche, sondern auch die erzielten Messergebnisse. Abweichungen vom CAD können so direkt nach der Messung farblich auf der Objektoberfläche dargestellt werden. Auf dieser Basis können dann Überlegungen angestellt werden, wie über eine Anpassung der Prozessparameter das Ziel eines maßhaltigen Teiles zu erreichen ist.