Die Zukunft ist ultrahochfest

Exklusiv auf der Euroblech gibt Stahlo erste Einblicke in das neue Werk in Gera. Anhand eines physischen 3D-Modells können sich Besucher über das Setup des neuen Standorts informieren. Im Fokus: die Bearbeitungskompetenz für hochfeste und ultrahochfeste Stähle.

18. Oktober 2018
Mit seinem neuen Werk ist Stahlo für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet: 22.000 Quadratmeter wird die Fläche der neuen Halle in Gera-Langenberg sein. (Bild: Stahlo)
Bild 1: Die Zukunft ist ultrahochfest (Mit seinem neuen Werk ist Stahlo für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet: 22.000 Quadratmeter wird die Fläche der neuen Halle in Gera-Langenberg sein. (Bild: Stahlo))

Mit der Errichtung seines neuen Werks in Gera mit einer Produktionshalle von 22.000 Quadratmetern geht Stahlo einen Schritt weiter in der Bearbeitung ultrahochfester Stähle. Künftig können an dem Standort, dessen Inbetriebnahme Anfang 2019 geplant ist, auf einer zweiten, neuen Längsteilanlage Stähle mit 1.900 Megapascal zu Spaltband verarbeitet. 60 Streifen lassen sich künftig in einem Arbeitsgang spalten.

Europaweit einmalig

Damit festigt Stahlo, eines der größten Stahl-Service-Center in Deutschland, seine Position in diesem Marktsegment. „Das ist europaweit einmalig“, sagt Stahlo-Geschäftsführer Guido Spenrath. „Auf der Eingangsseite können wir zukünftig Coils bis 1.850 Millimeter Breite aufsetzen und Spaltbänder bis 16 Millimeter Breite in einem Arbeitsgang produzieren“, so Spenrath weiter. Insgesamt wird Stahlo am Standort in Thüringen über eine Produktionskapazität von rund 400.000 Tonnen verfügen. Stahlo investiert am Standort Gera insgesamt 45 Millionen Euro.

Neben einer zweiten Längsteilanlage erweitert das Stahl-Service-Center auch die Kapazitäten beim Konturenschneiden. Zur weiteren Ausrüstung in Gera gehört daher eine zweite Platinenschneidanlage der neuesten Generation, mit der neben Stahl sowie nichtrostendem Stahl auch Aluminium verarbeitet werden kann.

Viel Wert hat Stahlo bei dem neuen Werk auf eine optimale Konfiguration und die Logistikprozesse gelegt. Für einen nahtlosen Materialfluss sorgt ein automatisches Coil-Lager mit nahezu autonom arbeiten- der Krananlage.

Qualitätskontrolle in Echtzeit

Eingebettet in die gesamten Stahlo-Prozesse ist strengste Qualitätssicherung. Das Stahlservice-Center ist nach IATF 16949 zertifiziert. Im Prüflabor untersucht der Stahlspezialist Materialien auf deren mechanischen und chemischen Eigenschaften. Berührungsfreie Inline-Messsysteme kontrollieren die Einhaltung der Toleranzen in der laufenden Produktion. Ein Baustein für die Leistungsfähigkeit des neuen Werks ist auch die IT. Ein Großteil der Prozesse vor Ort wird künftig automatisiert ablaufen. Zudem werden Betriebs- und Maschinendaten lückenlos erfasst.