Die Schweiz in Ditzingen

Was hat die Schweiz mit Ditzingen zu tun? Was macht das Berghüttenflair bei Trumpf? Wir versprechen die Auflösung der Fragen in unserem Bericht zur Intech-Hausmesse von Trumpf.

09. Januar 2008

Auf fünf Tage (Di. 27.11 bis Sa. 1.12.07) war die 3. Intech-Hausmesse von Trumpf festgelegt. „Wir erwarten Besucher von 1.400 Unternehmen aus aller Welt zu unserer Hausmesse, darunter Delegationen aus Korea, China, Japan und den USA “, so die stellvertretende Pressesprecherin der Trumpf GmbH & Co. KG in Ditzingen, Heidi-Melanie Maier. Jedem Kunden wurden bereits an der Rezeption des Hauses ein gedruckter Messenavigator mit raffinierter Falttechnik ausgehändigt, das persönliche Namensschild gelasert und schon ging es in Begleitung hinüber zum Vorführzentrum. In wie vielen Bereichen der Blechfertigung das Unternehmen zu Hause ist, wurde den Gästen klar, als sie die beiden „Intech-Messehallen“ betraten. Flachbett- und 3D-Laserschneiden, Rohrlaserschneiden, Schweißen, Markieren, Abkanten, Stanzen, Themen, wie man sie auf jeder ordentlichen Blechmesse auch antrifft. Und zudem zeigten alle Maschinen live, was in ihnen steckt. Hier hatten die Trumpf-Mitarbeiter in kreativen Zirkeln Vorführprodukte entwickelt, die neben den Möglichkeiten auch die Präzision aller Maschinen aufs Eindrucksvollste dokumentierten. Und mit dem Wort „Präzision“ sind wir bereits bei der Auflösung der Frage, was hat die Schweiz mit Ditzingen zu tun?

Schweizer Präzision

Das Trumpf selbst Schweizer Präzision für sich deklarieren kann, liegt sicher auch an den beiden Schweizer Trumpf-Fertigungsstandorten Grüsch (Trumpf Grüsch AG, Elektrowerkzeuge; Trumpf Maschinen Grüsch AG, wo etwa der Flachbettlaser TruLaser 5030 produziert wird; Trumpf Laser Marking Systems AG für den Bereich Beschriftungslaser) und Baar (Trumpf Maschinen AG, hier werden unter anderem Maschinenkomponenten wie Turboradialgebläse für Laserschneidanlagen entwickelt und produziert). Natürlich ist der Präzisionsgedanke der hübschen Schweizer Trumpf-Töchter fester Bestandteil der Firmenphilosophie der gesamten Trumpfgruppe, weltweit.

Die Schweiz war dann auch ein Thema der 3. Intech. „Wir haben - wie schon bei der letzten Intech vor zwei Jahren - wieder ein Ländermotto. Diesmal ist es die Schweiz“, so Anke Roser, Pressereferentin Werkzeugmaschinen bei Trumpf. Besonders eindrucksvoll zeigte sich die Maschinenpräzision von Trumpf im Feinlaserschneiden von typisch Schweizer Motiven in eine Stahlhalbkugel. Hier ging etwa die TruLaser Cell 3010 mit der „Präzision eines Schweizer Uhrwerkes“ vor, zeigte sich von ihrer kreativsten Seite und brachte die Schweizer Bergwelt - zumindest im kleinsten Maßstab - ins schwäbische Ditzingen. Auch optisch und kulinarisch war die Schweiz in Ditzingen präsent „Wir haben hier eine Schweizer Berghütte mit vielen Spezialitäten des Landes aufgebaut, wo sich unsere Kunden in entspannter Atmosphäre mit den Trumpf-Mitarbeitern unterhalten können“, so Heidi-Melanie Maier.

Le Mans und die Schweizer

Zugegebenermaßen benötigt man Hintergrundwissen, wie die Ein-Schneidkopf-Flachbettlasermaschine TruLaser 5030 mit der Schweiz und dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans in Verbindung gebracht werden könnte. Nun zur Auflösung: Die Flachbettlaser der 5000er Serie fertigt die Trumpf Maschinen Grüsch AG in der Schweiz. Mit der Idee 24-Stunden-Rennen verbinden die „Trumpfianer“ zwei wesentliche Eigenschaften der Maschine, die auch im 24-Stunden-Rennen von Le Mans Rennentscheidend sind: Wenig Boxenstopps und hohe Zuverlässigkeit führen zum Gesamtsieg. Kommentiert von zwei Sportkommentatoren wurden in einem Film die positiven Eigenschaften der Maschine herausgestellt, die selbst eine Blechkollision des Laserkopfes (ist das das vorzeitige Rennende, so kurz vor Schluss?) dank eines schnellen Handgriffs des Bedieners nicht aus der Bahn werfen konnte. Wer genauer hinsah, konnte auf der Rennstrecke im Film etwa auch die „Virage du Leibinger“ und andere erfrischende Details entdecken.

Neben den Maschinenvorführungen konnten die Gäste auch das neue Dienstleistungszentrum (bbr berichtet/e in seiner Dezemberausgabe 2007 darüber) besichtigen und in zahlreichen Fachvorträgen mehr zur Blechgestaltung und -bearbeitung, der Lasertechnik, dem Lean Management, dem trumpf-Service und der Schweißtechnik erfahren.

Erik Schäfer

BACKGROUNDErfolgreiche Intech

Die Erwartungen an die Hausmesse haben sich voll erfüllt, sowohl was die getätigten Verkäufe als auch was die Besucherzahlen angeht. Mehr als 1400 verschiedene Firmen haben die Hausmesse besucht. Insgesamt gut 3200 Personen waren da, das sind 35% mehr als bei der letzten Intech 2005.

Bei Kunden wie bei Mitarbeitern war eine große Begeisterung spürbar. Die Messe war auch eine Nagelprobe für die Konjunktur, Ergebnis: die Kunden sind sowohl mit der eigenen Situation als auch mit den Trumpf Angeboten voll zufrieden. Umfassend präsentiert hat sich der Dienstleistungsbereich TruServices, das große Interesse der Kunden an diesem Thema zeigt sich auch in den guten Ergebnissen, z.B. bei Servicevereinbarungen. Übrigens, fast 30% derjenigen Gäste, die eine Maschinen gekauft haben, waren Neukunden, so viele wie bei keiner Intech zuvor.