Die Mehrkosten spart der Kunde leicht ein

Interview Roland Dewisch

Die Stahlpreise bewegen sich in den letzten Jahren wie auf einer Berg-und-Tal-Bahn. Das schadet der gesamten Wertschöpfungskette. Roland Dewisch und Werner Suppan, Geschäftsführer des Standorts Krems der Voestalpine-Division Profilform, zeigen, dass man mit Spitzenprodukten ganz gut über die Runden kommt.

01. März 2012

Anfang 2011 sah es so aus, als schössen die Stahlpreise durch die Wolken. Von Mai bis Dezember fielen sie jedoch wieder. Nun erleben wir wieder eine Phase des Anstiegs. Kann man angesichts solcher Schwankungen noch vernünftig wirtschaften?

Roland Dewisch: Wir haben neben unseren sehr endkundenbezogenen, komplexen Produkten noch einen gewissen Anteil an Commodity-Products, die in den Handel gehen – im Formrohr- und im Hohlprofilbereich. Dort sind wir diesen Schwankungen auch direkt ausgesetzt, und das ist unangenehm, weil man dort in Zeiten fallender Preise kaum noch etwas verdienen kann. Das gilt vom Stahlwerk bis zum Händler. Bei den kundenspezifischen, hochwertigen Produkten sieht es zum Glück ein wenig anders aus.

Was ist für Sie besser, steigende Preise oder fallende?

Roland Dewisch: Fallende Marktpreise sind nie gut, nicht nur wegen der sinkenden Margen, sondern weil der Handel extrem sensibel auf fallende Preise reagiert, das heißt, sofort seine Bestände reduziert, den Einkaufsprozess praktisch einstellt und nur das kauft, was er wirklich absolut dringend braucht. Ich denke aber, dass sich der Handel damit jedoch insgesamt selbst schadet, da er ja unter fallenden Preisen selbst enorm leidet.

Weil jeder erwartet, dass es noch weiter runtergeht?

Roland Dewisch: Richtig! Manche Hersteller glauben fälschlicherweise, wenn die Käufer, die Absatzmengen ausbleiben, durch Preisreduktionen mehr verkaufen zu können. Tatsächlich aber verkaufen sie weniger. Das ist eine Spirale nach unten.

Man kauft erst wieder, wenn die Preise steigen? - Roland Dewisch: Genau! Durch eine Preisreduktion kann man vor allem im Commodity-Handel nie Nachfrage erzeugen. Die Nachfrage muss einfach da sein oder sie wird aktiviert, aber sicher nicht durch sinkende Preise. Darum sind wir natürlich gar nicht glücklich, wenn die Preise fallen. Ja, wir wünschen uns leicht steigende Preise, denn dann ist die Geschäftslage am besten für alle. Aber leider kommt es doch immer wieder zu starken Aufs und Abs in diesem Geschäft.

Werner Suppan: Ich denke, Ende 2011 wurde ein Niveau erreicht, das nicht mehr unterschritten werden konnte; und von daher war es nur noch eine Frage der Zeit, wann es wieder zu einer Aufwärtsbewegung kommt. Denn mit den Preisen, die Ende 2011 am Markt herrschten, befanden sich sowohl die Stahlhersteller, die Walzwerke als auch die Händler und Weiterverarbeiter am Rande ihrer Existenz. Oder zumindest an einem Punkt, wo Reduktionen kaum mehr möglich waren.

Vor anderthalb Jahren hat es noch ganz anders ausgesehen, als die Minengesellschaften, die in ihrer Oligopolstellung die Preise diktieren können, kräftig zuschlugen.

Roland Dewisch: Es sind die Vormaterialpreise, also die Rohstoffpreise, sicher tendenziell nach oben gegangen, gleichzeitig haben es die Stahlunternehmen nicht geschafft, den Stahlpreis auch dauerhaft oben zu halten.

Werner Suppan: Ich glaube, man muss grundsätzlich ein bisschen unterscheiden: Diese Minengesellschaften fördern ja nur einen Teil des Erzes. Es gibt viele Stahlhersteller, die ihre eigenen Erzressourcen haben, und die nur einen Teil ihres Bedarfs über die gehandelten Erzmengen abdecken. Es gibt eben diese paar großen Minenbetreiber, die ihr Erz weltweit verkaufen, und daneben noch ein zu einem gewissen Grad regionales Geschäft.

Den derzeitigen Preisrückgang führe ich auf zwei Ursachen zurück: Zum einen dem Überschießen der Preise 2010 und Anfang 2011, zum zweiten haben natürlich gewisse europäische Umfeldbedingungen und das Gerede von einer neuen Krise zu einer Abflachung der Nachfrage geführt.

War es dann tatsächlich ein Nachfragerückgang, oder war das rein spekulativ durch die Griechenland-Krise?

Werner Suppan: Ich glaube, dieses Verhalten der Händler war anfangs rein spekulativ. Nach einer gewissen Zeit beeinflusst eine Finanzkrise natürlich auch die Realwirtschaft, obwohl ich sicher bin, dass es diesmal nicht zu so drastischen Auswirkungen kommen wird wie 2008, weil doch die meisten Wirtschaftstreibenden aus dem gelernt haben, was damals passiert ist. Dann sind auch die Lager nicht so massiv gefüllt wie damals, durch die ganze Logistikkette hindurch nicht. Auch die Erzpreise sind ein bisschen zurückgegangen, weil sich die gesamte Weltwirtschaft etwas abgekühlt hat. Man hat ja da auch gemerkt in der letzten Krise, zumindest in Mitteleuropa, dass es teilweise fast so schnell wieder aufwärts gehen kann, wie es runtergegangen ist.

Roland Dewisch: Na ja, es ist vielleicht ein bisschen zu schnell zu stark nach oben gegangen nach der Krise. Aber ich denke, da war ein gewisser Nachzieheffekt. Investitionen waren einfach nicht getätigt oder hinausgeschoben worden. Und dann sind sicher einige Nachzieheffekte entstanden, die den Bedarf zu diesem Zeitpunkt größer gemacht haben, als er eigentlich war. Doch jetzt gehen wir wieder in die normale wirtschaftliche Entwicklung über, die wahrscheinlich von einem tieferen Niveau startet als vor der Krise. Nach den Informationen, die wir von den Endverbrauchern haben, sind sie doch zufriedenstellend bis gut ausgelastet. Aber zu den Boom-Jahren 2006, 2007 haben viele noch nicht aufgeschlossen.

2008 waren die Kassen voll, weil es vorher gebrummt hat. Das ist jetzt noch nicht der Fall. Eine neuerliche Krise wäre wohl nicht so leicht zu überstehen – zumal staatliche Konjunkturprogramme dem jetzigen Spardiktat in der EU zuwiderliefen.

Roland Dewisch: Genau. Die Wirtschaft kämpft ja nach wie vor mit den Auswirkungen oder Nachwirkungen dieser Krise. Und da ist es wichtig, dass ein gewisses Augenmaß beibehalten wird, wir sind noch nicht dort, wo wir in 2007 waren. Das muss man im Kopf behalten.

In welche Branchen liefern Sie?

Werner Suppan: Etwa 26 Prozent gehen in die Bauindustrie, Automobilindustrie ist bei 15 Prozent, Lagertechnik etwa 10, Maschinen- und Stahlbau 17 Prozent – alles bezogen auf die Division.

Stahl ist schwer; Ihre Abnehmer, die Händler, haben meist einen recht kleinen Lieferbereich von, wenn es hoch kommt, 300 Kilometern. Was haben Sie als europäischer Hersteller davon, wenn die Industrie in Asien brummt? - Roland Dewisch: Also geografisch ziehen wir so einen Kreis über Norditalien bis hin zu Frankreich, bis rauf nach Skandinavien; gegen Osten beschränken wir uns gar nicht, weil dort die Wettbewerbslandschaft eine andere ist. Und wir haben neben den Stahlbauhohlprofilen ja auch unsere Sonderprofile und Sonderrohre im Portfolio, also komplexe Spezialprodukte, die natürlich von den Transportkosten her weniger sensibel sind.

Haben Sie Auslieferungslager oder gar Niederlassungen in anderen Ländern?

Roland Dewisch: Wir sind im Verbund der Voestalpine-Division Profilform; das heißt, wir haben Schwestergesellschaften, zum Beispiel in Belgien, Frankreich, England, Tschechien, Deutschland, Russland, Brasilien, in den USA und, und, und.

Wir haben ein ganzes Netz an Profilier-Betrieben, gespannt über die ganze Welt. Allerdings organisiert in Form rechtlich eigenständiger Gesellschaften. Wir versuchen natürlich jedwede Synergiepotenziale zu heben, was Forschung und Entwicklung, aber auch Marktbearbeitung betrifft. Und das ist sicher einer unserer USPs: dass wir als einziges Profilierunternehmen unseren Kunden wirklich weltweit vor Ort folgen können und sie auch vor Ort servicieren können durch dieses Netz.

Wo sehen Sie sich denn weltweit im Markt der Spezialprofile? - Roland Dewisch: Also ich denke, dass wir durch dieses Netz weltweit als Gruppe sicher der Marktführer sind, und in Europa wahrscheinlich. Allein von der Struktur her sind wir der einzige, der sagen kann, er sei weltweit tätig.

Wenn man die Voestalpine-Gruppe ansieht, wo sind Sie da eingeordnet?

Werner Suppan: Der Voestalpine-Konzern ist heute in fünf und künftig in vier Divisionen organisiert, und eine davon ist die Division Profilform, zu der wir gehören. Sie steht im Voestalpine-Konzern für kalt gewalzte Rohre und Profile samt Anarbeitung zu einbaufertigen Komponenten aus kalt gewalzten Rohren und Profilen – und dann noch aus Lagertechnik, dem zweiten Standbein dieser Division, und drittens ›Precision Strip‹, das sind hochpräzise Bänder für Spezialanwendungen, etwa für Rasierer oder Schneidemesser für Kartonagen oder auch für Sägemesser.

Wie viele Mitarbeiter hat der Konzern, und wie viele Ihre Division? - Werner Suppan: Der Konzern hat in etwa 41000 Mitarbeiter in 60 Ländern, ungefähr 10 Prozent davon arbeiten in der Division Profilform.

Die Eingangsmaterialien, also Bänder und so weiter, kommen die ausschließlich aus dem Konzern oder …?

Roland Dewisch: Nicht ausschließlich, aber ein Großteil kommt natürlich von der Voestalpine Linz, doch wir haben auch noch andere Lieferanten. Erstens macht die Voestalpine Linz auch nicht alles, und zweitens sind wir frei in unserer Beschaffungsstrategie und bezahlen im Gegenzug aber natürlich auch Marktpreise.

Werner Suppan: Durch unsere Einbindung in den Konzern sind wir auch in kritischen Zeiten in der Lage, alle Kunden ohne Probleme zu versorgen. Das ist sehr wichtig für stabile Beziehungen.

Im Vergleich zu vielen Mitbewerbern haben wir den Riesenvorteil, dass wir mit in den Voest-Konzern eingebunden sind und mit den höchstwertigen Vormaterialien jederzeit gut versorgt sind.

Roland Dewisch: Und natürlich profitieren wir von der technischen Entwicklung. Wir können gemeinsam mit den Werkstoffspezialisten der Voestalpine Linz das optimale Material für den Kunden finden oder entwickeln.

Werner Suppan: Das betrifft insbesondere Entwicklungen in Richtung höchstfester Stähle. Voestalpine hat auf diesem Gebiet heute ein herausragendes Know-how. Wir von Voestalpine Krems verbinden dieses Wissen unserer Stahl-Kollegen mit unserem spezifischen Know-how zur Weiterverarbeitung der höchstfesten Stähle durch Rollformen. In dieser Kombination bieten wir unseren Kunden wirklich einzigartige Möglichkeiten. Nur so gelingt es, die Entwicklungen in Richtung höchstfester Stahlsorten für verschiedenste Bauteile auch tatsächlich voranzubringen und die Potenziale dieser Stähle voll zu nutzen.

Stichwort höchstfeste Stähle, beschränkt sich das auf den Fahrzeugbau? Oder sind die auch ein Thema für statische Einsätze, wo es um Materialeinsparung geht?

Werner Suppan: Im Wesentlichen ist es der Fahrzeugbau, und zwar sowohl PKW als auch Nutzfahrzeuge, aber auch im Kranbau zum Beispiel, wo wir Vorreiter sind.

Roland Dewisch: Generell gibt es zwei Gründe für den Einsatz hochfester Werkstoffe: zum einen der Umweltschutz durch geringeren Treibstoffverbrauch, zum anderen höhere Nutzlasten.

Welche Materialien spielen für Sie außer Stahl und Edelstahl eine Rolle? Denken Sie in Richtung Aluminium, Titan, Magnesium, was auch immer – vielleicht sogar ›Organo-Bleche‹? - Roland Dewisch: Grundsätzlich sehen wir das Profilieren als unsere Kompetenz und stehen neuen Werkstoffen offen gegenüber. Aber in Krems werden wir auf absehbare Zeit hauptsächlich dem Stahl – vielleicht verstärkt in Kombination mit anderen Materialien – treu bleiben. Unser Schwesterunternehmen in den USA ist hier schon einen Schritt weiter und profiliert beispielsweise Aluminium und Titan für die Luftfahrtindustrie.

Glauben Sie, dass der Stahl seine Bedeutung im PKW behaupten kann?

Roland Dewisch: Im Wesentlichen ja. Sicher wird es weiter eine Entwicklung in Richtung Aluminium oder auch Kunststoffe geben, aber wichtigster Werkstoff wird der Stahl bleiben – schon aus wirtschaftlichen Gründen. Stahl, Leichtmetalle und Faserverbundwerkstoffe werden ihren Platz finden. Ich denke, dass alle drei Werkstoffgruppen nebeneinander existieren werden; und was natürlich auch interessant wird, ist Kombinationslösungen aus allen dreien oder zweien der drei zu finden und zu entwickeln.

Da sprechen wir über Verbindungstechniken? - Roland Dewisch: Ja. Das ist eine Herausforderung für die Techniker, aber da kann man dann wieder ganz tolle neue Sachen entwickeln und realisieren.

Werner Suppan: Da gibt es zum Beispiel Entwicklungen, die Voest angetrieben hat: die Verbindung Aluminium-Stahl – spezielle Schweißverfahren, entwickelt von Voestalpine gemeinsam mit einem österreichischen Schweißanlagenhersteller.

Roland Dewisch: Die Verbindungstechnik wird sicher eine der Herausforderungen für die nächsten Jahre sein. Die Kohlefaser ist natürlich von der Kostenseite eine große Unbekannte.

Werner Suppan: Um hochfeste Verstärkungsprofile in die Automobilindustrie liefern zu können, bauen wir gerade eine neue Profilieranlage. Und an der erkennt man auch die Tendenzen, in welche Richtung das Profilieren für die Automobilindustrie geht: Das ist einerseits ein komplexer Querschnitt aus einem sehr hochfesten Stahl, wofür man einmal das Profilier-Know-how braucht, und gleichzeitig gibt es an diesem Bauteil sehr, sehr viele Ausstanzungen, Ausklinkungen, Lochungen und so weiter, für die man auch die entsprechende Stanztechnik beherrschen muss.

Arbeiten Sie auch mit variablen Querschnitten?

Werner Suppan: In der genannten Anlage noch nicht, aber es gibt durchaus Überlegungen in diese Richtung. Es ist immer die Frage: Kann der Kunde das dann auch bezahlen? Und: Ist man dann mit der Profilier-Technik auch konkurrenzfähig im Vergleich zum Pressen? Man muss das immer von Fall zu Fall anschauen.

Wir versuchen, schon in die Entwicklung dieser Bauteile intensiv eingebunden zu werden von den Automobilherstellern und schon in dieser Phase darzustellen, dass wir diese Bauteile auch profiliertechnisch günstig herstellen können. Das ist ein ganz ein wesentlicher Punkt. Um das alles auch den Kunden entsprechend schmackhaft machen zu können, haben wir eine eigene Kompetenz aufgebaut in Richtung Simulation der Bauteile. Das heißt, wir zeigen den Kunden einerseits wie wir das Bauteil profilieren können, und der zweite Part ist, dass wir dann die Bauteile in der Anwendung des Kunden simulieren; wir machen also FEM-Simulationen sowohl für die Profilierung als auch für das Bauteilverhalten.

Dadurch spart er eventuell Konstruktionskosten.

Roland Dewisch: In die Richtung geht es. Für uns ist es halt auch ein Vehikel, relativ frühzeitig in der Entwicklung die profiliertechnische Machbarkeit sicherstellen zu können.

Sie sagen, Qualität sei vielleicht Ihr entscheidender Wettbewerbsvorteil. Was tun Sie im Qualitätsmanagement? - Werner Suppan: Die Automobil-Industrie bestimmt die Regeln, das ist aktuell ISO / TS 16949. Wir nutzen die QM-Systeme, die die Automobilindustrie von uns verlangt, auch in den anderen Branchen. Mit der ISO / TS16949 haben wir wirklich den Top-Level erreicht, und wir werden uns mit dieser Norm auch weiterentwickeln.

Aber Qualität bezieht sich nicht ausschließlich auf die Produktqualität. Wir bieten auch besondere Logistiklösungen, besondere Toleranzen und besondere Stahlsorten. Der Kunde profitiert in seinen Prozessen davon, weil er sich zum Beispiel bei der automatisierten Weiterverarbeitung mit Robotern auf sehr enge Fertigungstoleranzen der Rohre und Profile verlassen können muss.

Roland Dewisch: Wir haben aber zum Beispiel bei den Hohlprofilen im Bereich der Schweißnaht-Überwachung und Schweißnaht-Qualität auch ein eigenes System entwickelt, um hier qualitativ wirklich gegenüber unseren Mitbewerbern einen Vorsprung zu haben, und das ist wahrscheinlich auch mit ein Grund, warum sehr viele Anwender oder Verarbeiter uns als Lieferanten wählen.

Werner Suppan: Ein wesentlicher Punkt der Automobilnormen ist, dass man ergänzend zur Produktprüfung auch die Prozesse im Griff hat, und in der Rohrherstellung ist die Schweißnaht ein wesentlicher Teil der Prozesssicherheit. Dafür haben wir eigene Prozess-Überwachungssysteme in der Linie, die uns einzigartig machen.

Kommen wir zum Thema Nachhaltigkeit, Umweltfreundlichkeit, sowohl was die Produktion als auch die Produkte anbelangt.

Roland Dewisch: Stahl ist an und für sich schon ein sehr umweltfreundliches Produkt, in dem Sinn, dass es höchstmöglich effizient eingesetzt wird.

Werner Suppan: Die Recycling-Quote ist beim Stahl im Vergleich zu anderen Werkstoffen extrem hoch. Das ist geschichtlich gewachsen. Und da wir kalt profilieren, ist der Ressourcen-Einsatz für unseren Prozess äußerst gering.

Roland Dewisch: Stahl hat vom ecological Footprint her sicher Vorteile gegenüber Aluminium oder anderen Materialien; Kohlefaser etwa ist ja auch extrem energieintensiv. Oft verpufft ein ganzes Autoleben, bis Alu ökologisch Stahl einholt.

Werner Suppan: Der höhere Preis von Aluminium ist auch eine Folge des Ressourceneinsatzes. Da sind wir mit der Nachhaltigkeit und der Umweltfreundlichkeit unserer Stahlprodukte sehr zufrieden, und auch unser Prozess ist nicht so kritisch hinsichtlich Energieeinsatz und Emissionen. Von daher spricht bei einer gesamtheitlichen Nachhaltigkeitsbetrachtung sehr viel für unsere Produkte.

Hans-Georg Schätzl

Tube Halle 3, Stand C18

Zahlen & Fakten

In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2011/12 konnte der Voestalpine-Konzern die Vergleichswerte des Vorjahres sowohl beim Umsatz als auch in allen Ergebniskategorien übertreffen. Die Umsatzerlöse legten von 7936 Mio. € um 11,9 % auf 8877 Mio. € zu. Das EBITDA zeigt eine Ergebnisverbesserung von 1107 Mio. € auf 1118 Mio. € (plus 1,0 %), das EBIT erhöht sich um 2,8 % von 658 Mio. € auf 676 Mio. €. Der Jahresüberschuss steigerte sich.

Erschienen in Ausgabe: 02/2012