Die gläserne Maschine

Die meisten Blechbearbeitungsmaschinen können extrem schnell und produktiv arbeiten. Ob sie das in der eigenen Fertigung tatsächlich tun, wissen viele Blechbearbeiter nicht. Denn die Erhebung und Auswertung von Produktivitätskennzahlen ist meist ein manueller Prozess: unübersichtlich, aufwändig und zeitraubend. Trumpf liefert jetzt die Lösung: das Performance-Cockpit.

23. August 2016

Mit dem neuen Performance-Cockpit identifizieren Blechbearbeiter auf einen Blick die Optimierungspotenziale in ihrer Fertigung. Der Werkzeugmaschinen- und Laserhersteller Trumpf bietet hierfür eine webbasierende Lösung.

Dabei werden die Daten online aufbereitet, analysiert und auf dem individuell konfigurierten Dashboard dargestellt: So hat er die wichtigsten Kennzahlen immer im Blick. Datenhoster ist die Trumpf-Tochter Axoom. Das bedeutet: Die Daten werden in separierten und sicheren Umgebungen je Kunde nach neuesten Sicherheitsstandards gespeichert.

Da es sich um eine webbasierende Lösung handelt, ist es möglich, das Performance-Cockpit unabhängig vom Aufenthaltsort zu nutzen. Das heißt, es läuft auf allen Geräten vom PC über das Tablet bis zum Smartphone – auch außerhalb des Unternehmens. Damit schafft es Transparenz bezüglich Maschinenproduktivität, verwendeter Materialien und Werkzeuge sowie produzierter Fertigungsprogramme.

Alle Informationen auf einen Blick

Der Blechbearbeiter sieht ortsunabhängig, wann die Maschine läuft und wann es Störungen oder gar Stillstände gab. Diese Kennzahlen für die Performance können für die Maschine allgemein, für einzelne Schichten oder über einen bestimmten Zeitverlauf analysiert werden. So erkennen Unternehmer schnell, ob Optimierungsmaßnahmen die Produktivität tatsächlich erhöht haben und an welchen Stellen sich weitere Verbesserungschancen verbergen.

Auch Informationen zum Materialeinsatz lassen sich über das Performance-Cockpit ablesen: So zeigt es an, welches Material die jeweilige Maschine anteilig bearbeitet hat. Mit einem Klick informieren Kennzahlen über Art und Dicke des verbrauchten Materials. So wird die nächste Materialbestellung besser planbar. Darüber hinaus können Blechbearbeiter den Anteil des Verschnitts je Materialart einsehen und so die Effizienz ihrer Materialnutzung analysieren.

Auch die Werkzeugnutzung macht das Performance-Cockpit transparent: Die Software stellt beispielsweise beim Stanzen die Anzahl der Hübe eines Stanzwerkzeugs in einem gewählten Zeitraum dar. So kann die Nutzung verfolgt und ein notwendiger Austausch des Werkzeugs geplant werden.

Neben der Maschinenproduktivität und dem Materialverbrauch ermittelt das Performance-Cockpit, welche Fertigungsprogramme auf welcher Maschine gestartet wurden. Dadurch kann der Fertigungssteuerer kontrollieren, ob wirklich alle geplanten Programme gelaufen sind. Zudem sieht er anhand der Anzeige, ob es zu Unterbrechungen kam und kann, falls nötig, die Ursache analysieren.

Aus der Lösungswelt von Truconnect

Für die Installation der Software ist kein Technikereinsatz vor Ort nötig. Per Remote-Verbindung installiert Trumpf einmalig das notwendige Connector-Kit auf der Maschine. Das bedeutet: Alles, was der Anwender braucht, sind ein Internetzugang und ein aktueller Browser. Nach der Installation loggt sich der Nutzer in seinem Cockpit ein und kann mit der Analyse seiner Daten beginnen.

Datensicherheit gewährleistet

Großgeschrieben wird bei Trumpf und dem Datenhoster Axoom die Datensicherheit. Die Server kommen nicht von Drittanbietern wie Google oder Amazon, die nach ausländischem Datenschutzrecht arbeiten, sondern stehen in Deutschland. Die Kunden haben zu jeder Zeit die volle Kontrolle über die Daten, die aus ihren Maschinen kommen und geben sie nur für die Nutzung durch Trumpf und Axoom frei.