Die Evolution der Industrie 4.0

Die interdisziplinäre Kompetenz von Fraunhofer ist die Grundlage für zündende Ideen für die gesamte Wertschöpfungskette. Auf der IMTS 2018 in Chicago zeigt Fraunhofer Technologien rund um Augmented Reality, Künstliche Intelligenz, Cybersecurity und Smart Materials.

15. August 2018
Digitalisierte Produktionstechnologien revolutionieren Geschäftsmodelle und verändern Marktstrukturen. (Bild: Shutterstock)
Bild 1: Die Evolution der Industrie 4.0 (Digitalisierte Produktionstechnologien revolutionieren Geschäftsmodelle und verändern Marktstrukturen. (Bild: Shutterstock))

Digitalisierte Produktionsverfahren revolutionieren Geschäftsmodelle und verändern Marktstrukturen. Konzepte wie Industrie 4.0 und das Internet der Dinge stellen sowohl in der Wirtschaft als auch in der Gesellschaft einen Paradigmenwechsel dar, angetrieben von einer wachsenden Anzahl immer stärker vernetzter und automatisierter Geräte, Maschinen und Produkte. Laut Prognosen werden bis zum Jahr 2020 ganze 32 Milliarden Objekte mit dem Internet verbunden sein.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung sind erheblich: Aktuelle Studien zeigen, dass sich die Produktivitätssteigerungen durch die Industrie 4.0 bis 2025 allein in sechs wirtschaftlich wichtigen Industrien in einer zweistelligen Millionensumme niederschlagen werden. »Aus den neuen Möglichkeiten erwachsen auch Erwartungen: Die vernetzten Produktionsprozesse der Zukunft müssen sicher, flexibel und intuitiv sein, kostengünstig und nachhaltig zugleich«, erklärt Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft.

Trends, Perspektiven und Geschäftsmodelle

Viele Arbeitsplätze weltweit hängen von der Produktion von Waren ab. Wie können die wirtschaftliche Vorreiterrolle und der Wohlstand Deutschlands, Europas und von Partnern wie den USA in Zeiten zunehmenden globalen Wettbewerbs und endlicher Ressourcen gesichert werden? Wie können neue vernetzte Technologien die Produktion gleichzeitig intelligenter und flexibler, individueller, effizienter und nachhaltiger machen?

Die Fraunhofer-Gesellschaft gibt Einblicke in neue Forschungsergebnisse der Bereiche Produktion, Digitalisierung, Automatisierung und Networking, die Unternehmen einen klaren Wettbewerbsvorteil verschaffen. »Die Herausforderungen unserer Zeit lassen sich nur mit moderner Sensorik meistern«, so Prof. Neugebauer.

Kognitive Systeme und das maschinelle Lernen ermöglichen erst Industrie 4.0. »Als Partner von Industrieunternehmen auf der ganzen Welt ist die Fraunhofer-Gesellschaft optimal aufgestellt, um eine individualisierte Massenproduktion zu unterstützen. Dabei orientieren wir uns bei der individuellen Lösungsfindung stets am Bedarf der Kunden. Unsere Experten leisten einen Beitrag zur Stärkung der Zukunftsfestigkeit von Unternehmen am Wirtschaftsstandort Deutschland und Europa, und können US-Unternehmen in gleicher Weise unterstützen«, so Neugebauer.

Produktion der Zukunft

Die Zukunft der Industrie 4.0 hängt von der Fähigkeit ab, die nötige Expertise und Ressourcen zu bündeln. Das interdisziplinäre System-Know-how der Fraunhofer-Gesellschaft schafft die Voraussetzung für neue Ideen, die den Herausforderungen einer Welt im Wandel gerecht werden, und trägt zur Entwicklung individueller Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette bei.

Um die Veränderungen zu verdeutlichen, die die Fertigungsindustrie in Zukunft durchlaufen wird, konzentrieren sich die Fraunhofer-Produktionsexperten auf Virtual-Reality-Lösungen, additive Fertigungstechniken, die Produktion von Kleinchargen und Einzelprodukten unter Massenproduktionsbedingungen, intelligente Wartung, Assistenzsysteme und Methoden des maschinellen Lernens sowie auf die Echtzeitübertragung von Maschinendaten.

Besucher des Fraunhofer-Messestands auf der IMTS 2018 können miterleben, wie durch einen zukunftsweisenden Mix aus neuen Technologien die Zukunft gestaltet wird. Neben zahlreichen Exponaten bietet die Fraunhofer-Gesellschaft auf der IMTS auch zahlreiche Fachvorträge sowie Gesprächs- und Expertenrunden von und mit führenden Wissenschaftlern aus Deutschland und den USA.