Seit rund 55 Jahren stehe der Name Merkle in der Schweißtechnik für innovative Technologie, Qualität und besondere Wirtschaftlichkeit – so die Selbsteinschätzung, aber auch der Selbstanspruch der bayerischen Nordschwaben. Dieser Tradition folgend hat das Unternehmen die Schweißgeräte seiner Hightech-Inverter-Serie ›Highpulse‹ einem technischen Entwicklungssprung unterzogen und weiterentwickelt.

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Alle Leistungsklassen dieser neuen Gerätegeneration sind Multi-Prozess-Schweißanlagen mit Merkmalen, wie sie vergleichbar auf dem globalen Markt kaum zu finden sind – ob kompakt und tragbar als Allrounder (Highpulse Touch 280/350 K), als fahrbares wassergekühltes Industriegerät in leistungsstarker und kompakter Bauform (Highpulse Touch 400/450 KW) sowie als High-End-Version mit separatem Drahtvorschubgerät (Highpulse Touch 400/450 DW).

Die Anlagen zeichnen sich unter anderem durch ein neues, intuitives Bedienkonzept aus: Augenfällig ist dabei das 4,3 Zoll große Touch-Display, über das die Bedienung erfolgt. Alle Einstellungen können durch Druck auf die Grafikfelder im Display einfach vorgenommen werden. Das Bedienkonzept ist selbsterklärend und sprachneutral, eine Bedienungsanleitung ist somit praktisch nicht erforderlich. Die Einstellungen können auch mit Handschuhen erfolgen. Alternativ ist die Bedienung aller Funktionen über einen Drehgeber möglich.

Nicht nur der Abruf aller Schweißprozesse, die Kennlinienauswahl und die Einstellung der Betriebsarten sind übersichtlich und schnell wählbar, auch die zusätzlichen Parameter, wie die Gasvor- und Gasnachströmzeiten, Drosselwirkung, Einschleichen, Drahtrückbrand, können über das grafische Display einfach vorgenommen werden.

Multi-Prozess-Stromquellen: hochdynamisch und vielseitig

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Die Bauserie Highpulse Touch basiert auf dem ›All-inclusive-Konzept‹: Das Preis-Leistungs-Verhältnis suche laut Anbieter seinesgleichen. Obwohl viele Komponenten neu entwickelt wurden, sehr viel Zeit in das intuitive Bedienfeld und dessen Programmierung geflossen ist sowie alle gängigen Schweißkennlinien und Sonderschweißprozesse ohne Aufpreis inklusive sind, konnte das Preisniveau der neuen Anlagen nochmals gesenkt werden.

Neben den Standard-Fügeprozessen MIG/MAG-, Pulsearc- und Elektroden-Hand-Schweißen hat Merkle serienmäßig drei weitere Prozesse in diese Stromquellen integriert:

  • Deeparc – schneller Schweißen mit tiefem Einbrand: 30 Prozent tieferer Einbrand, bis zu 100 Prozent höhere Schweißgeschwindigkeit und nahezu keine Spritzeranhaftung kennzeichnen den Deeparc-Prozess. Eine hochdynamische Spannungsregelung ermöglicht einen kurzen, druckvollen und damit richtungsstabilen Sprühlichtbogen. Anwendungen finden sich bei niedrig- sowie hochlegierten Stählen und Aluminiumlegierungen. Die Nähte sind frei von störenden Einbrandkerben, Wurzel- und Flanken werden perfekt erfasst. Der Prozess ist selbst noch bei einem freien Drahtende (Stickout) von 40 Millimetern stabil.
  • Coldmig – mit ›kaltem Prozess‹ Spalte überbrücken: Der Coldmig-Kurzlichtbogen-Prozess von Merkle zeichnet sich durch die geringere Wärmeeinbringung für optimales Verbinden von Dünnblechen zwischen 0,6 und 3 Millimetern aus. Eine hohe Spaltüberbrückbarkeit mit neuen Qualitätsmaßstäben auch bei komplexen Anforderungen sowie die niedrige Wärmeeinbringung beim MIG-Löten sind weitere herausragende Merkmale des Coldmig-Prozesses.
  • Highup – Tannenbaum-Pendeln war gestern: Dieser Fügeprozess kombiniert heiße Hochstrom- mit Phasen reduzierter Wärmeeinbringung und sorgt so für verblüffend leichtes Steignahtschweißen. Gegenüber dem klassischen Tannenbaumschweißen ist der Schweißer bis zu 100 Prozent schneller mit seiner Naht fertig; herkömmliche, ähnliche Lösungen haben Schwächen in puncto Einbrandtiefe – nicht so Highup, es gewährleistet einen sicheren, tiefen Einbrand sowie ausgezeichnete Wurzel- und Flankenerfassung. Der Highup-Prozess ist zudem einfach zu beherrschen: Die laut Merkle »verblüffend einfache Handhabung« lässt selbst weniger geübtes Personal Steignähte in Profiqualität fertigen.

Die Anlagen werden serienmäßig mit dem Merkle-Tedac-Schweißbrenner ausgeliefert, der eine Fernregelung direkt am Brenner bietet. Sowohl die Energie als auch die Lichtbogenlänge lassen sich am Brenner einstellen und ablesen. Im Job-Betrieb können bis zu 2.000 Schweißjobs programmiert und einfach aufgerufen werden. Eine problemlose Bedienung ist natürlich auch mit Handschuhen möglich. Die Brenner mit Tedac-System werden über den Euro-Zentralanschluss ohne zusätzliche Steuerleitung mit der Schweißanlage verbunden.

Auch das Design des Highpulse-Touch-Bedienfeldes setzt neue Maßstäbe: Die Bedienung erfolgt intuitiv über Symbole, zwei Drehgeber für die Einstellung von Energie und Lichtbogenlänge sind vorhanden. Alle Bedienelemente lassen sich hervorragend auch mit den Schutzhandschuhen bedienen; das alphanumerische Display erleichtert dem Anwender mit Text und Grafik die Einstellungen an der Highpulse Touch.

Für seine Flaggschiff-Reihe Highpulse Touch bietet Merkle zudem ein zertifiziertes Kennlinienpaket mit einer Vielzahl qualifizierter Schweißanweisungen (WPS). Mit diesem Paket aus verschiedenen Kennlinien und Jobs sowie den dazu gehörigen Schweißanweisungen erleichtert Merkle den Nutzern die Zertifizierung nach EN 1090.

Zahlen & Fakten

Merkle wurde im Jahr 1964 gegründet. Im Stammwerk in Kötz bei Günzburg wird manuelle und automatisierte Schweißtechnik geplant, entwickelt und hergestellt. 220 Mitarbeiter im Hauptwerk und den 14 Werksniederlassungen in ganz Deutschland sowie dem europäischen Ausland, bieten gemeinsam mit einem engmaschigen Händlernetz erstklassige Dienstleistungen für die Merkle-Kunden.