Die 250ste!

Hydraulische Systeme ersetzt

Die Unternehmensgruppe Rosenberger, Gütenbach, stellt für einen führenden deutschen Automobilhersteller derzeit die 250. Serienmaschine her. Bei der Maschine handelt es sich um eine servoelektrisch angetriebene Rohrenden-Umformmaschine mit 30 Tonnen Umformkraft.

15. Juli 2002

Die Maschine wird für den Kunden im Rahmen einer von Rosenberger entwickelten, vollautomatischen Anlage (Biege- und Umformzelle) zur Herstellung von Haltebügeln für Abgassysteme gebaut. Der Hersteller hat hierbei für die Automobilindustrie neue Standards für die Umformung dieser Teile vorgegeben, die zuvor noch nie erreicht wurden. Die Versuche waren durch die bewährte Technik auf Anhieb erfolgreich. Die Rohrenden-Umformmaschine RU 60-2-30-45 formt Rohre bis etwa 60 mm Durchmesser mit bis zu 30 Tonnen Umformkraft um. Dabei wird die Vorschubkraft durch servomotorische Antriebe erzeugt, die - unterstützt durch moderne Steuerungssysteme - eine präzise und wiederholgenaue Bearbeitung der Teile ermöglichen. Die Maschine verfügt über ein vertikales WerkzeugWechselsystem und kann in kürzester Zeit umgerüstet werden. Niedriger Energieverbrauch, geringe Baumaße und leise Arbeitsweise sind im Gegensatz zu den üblichen Hydraulikaggregaten eine willkommene Nebenerscheinung.

Servoelektrische Biegemaschinen

Rosenberger, mit Hauptsitz im Schwarzwald, gilt als erfahrener Spezialist in der Rohrbearbeitung bis 60 mm. Die Unternehmensgruppe stellt seit über acht Jahren servoelektrische Biegemaschinen, Umformmaschinen und weitere Rohrbearbeitungsmaschinen her und bezeichnet sich als führender Anbieter in diesem Segment. Kernelemente der Rosenberger-Biegemaschinen sind die präzisen und wiederholgenauen vollelektrischen Antriebe, die modernen PC- oder S7-Steuerungen, eine hohe Kompatibilität mit Handlingsystemen oder Robotern, das Links-Rechts-Biegesysteme (ohne Umrüstzeit). Der Geschäftsführer Gerhard Rosenberger meint hierzu: „Vollelektrische Biege- und Umformmaschinen haben in unserem Marktsegment (bis 60 mm) gegenüber hydraulischen Systemen klare Vorteile für den Kunden. Wettbewerber tun sich noch schwer, ihre traditionellen Techniken umzustellen, weil dies für sie eine technologisch neues Gebiet darstellt und sie damit ihre älteren Hauptprodukte in Frage stellen würden. Unsere Technik ist vielfach bewährt und ausgereift. Der Technologiewandel ist nicht aufzuhalten.“

Erschienen in Ausgabe: 03/2002