Dicht halten gegen Fluide

Oft sind Kleinstoßdämpfer die kleinen Helden in großen Maschinen und Anlagen. Sie sorgen dank zuverlässiger Energieaufnahme dafür, dass Anwender effektiver, nachhaltiger, günstiger produzieren können. Die neue PMCN-Familie von ACE ermöglicht es, diese Vorzüge auch in Fertigungsumgebungen mit aggressiven Fluiden auszuspielen.

27. April 2018
Die neuen Kleinstoßdämpfer der PMCN-Familie sind in den Größen M14 bis M25, mit Dämpferhüben von 12,5 bis 25,4 Millimetern und Energieaufnahmen von 20 bis 136 Newtonmeter pro Hub erhältlich. (Bild: ACE Stoßdämpfer)
Bild 1: Dicht halten gegen Fluide (Die neuen Kleinstoßdämpfer der PMCN-Familie sind in den Größen M14 bis M25, mit Dämpferhüben von 12,5 bis 25,4 Millimetern und Energieaufnahmen von 20 bis 136 Newtonmeter pro Hub erhältlich. (Bild: ACE Stoßdämpfer))

Die Kleinstoßdämpfer der Familie PMCN 150 bis 600 von ACE sind mit speziellen Schutzkappen versehen. Diese ähneln durch ihre Form und Aufbau einem Faltenbalg und verhindern das Hineinkriechen aggressiver Medien in das Dichtungssystem. Aggressive Schneid-, Kühlschmier- und Reinigungsmittel haben so keine Chance, sich im Inneren des Stoßdämpferkorpus mit dem Hydrauliköl zu vermischen.

Im Gegensatz zu minderwertigeren Lösungen, bei denen es durch Überfüllung schnell zum Ausfall kommt, bleibt die Funktion der wartungsfreien, einbaufertigen ACE Stoßdämpfer dank der neuen Schutzkappen sicher. Die innen arbeitenden Rollmembranen werden auf diese Weise hermetisch von der Außenumgebung abgekapselt und halten die kleinen Maschinenelemente dicht, sodass sie zuverlässig Takt für Takt die Massenkräfte abbauen können.

Von innen und außen dicht

Während bei den Vorgängermodellen das äußere Abdichten der Stoßdämpferkörper durch einen Faltenbalg aus Teflon erledigt wurde, hat ACE nun die neue PMCN-Baureihe mit einem Material aus thermoplastischem Polyurethan ausgestattet. Die Vorteile dieser Weiterentwicklung liegen in der im Vergleich geringeren Steifigkeit des TPU und in dessen stark reduzierter Stoßempfindlichkeit.

Durch das neue Material kann außerdem auf eine zusätzliche interne Rückstellfeder verzichtet werden. Das führt zu einer weiteren Standzeiterhöhung. Im Gegensatz zum alten Faltenbalg wird der neue aufgeklippt. Das frühere Verkleben entfällt, wodurch die neue Baureihe unempfindlicher gegen Fluide geworden ist.

Die Rollmembran erfüllt gleich vier Aufgaben: Im Vergleich zu konventionell gefertigten Dämpfern ersetzt sie die Funktion des statischen O-Ringes, des dynamischen Nutrings, der Rückstellfeder und die Speicherfunktion eines Absorbers. Kleinstoßdämpfer mit hermetisch dichter Rollmembrantechnik bieten daher hohe Standzeiten mit bis zu mehreren Millionen Lastwechseln. Das wird von herkömmlichen Kleinstoßdämpfern in der Regel nicht erreicht.

Dichtungstechnik konventionellen Dämpfern überlegen

Jedes Dichtungselement ist auch ein Verschleißelement, was zur Undichtigkeit des hermetisch dichten Stoßdämpferkörpers führen kann. Dementsprechend gilt die Faustregel, je größer die Anzahl der Dichtungskomponenten, desto höher das Ausfallrisiko. Neben der geringeren Anzahl der Bauteile weisen Dämpfer mit Rollmembrantechnik von ACE geringe Rückstellkräfte von drei bis neun Newton auf, die von Konstrukteuren besonders bei rückstellfreier Positionierung gefordert werden.

Um den Einsatz mit unterschiedlichsten Anwendungen kompatibel zu machen, gibt es die Lösungen in den Gewindegrößen M14 bis M25, mit Dämpferhüben von 12,5 bis 25,4 Millimetern sowie mit Energieaufnahmen von 20 bis 136 Newtonmeter pro Hub. Wie bei ACE üblich, sind auch aus Edelstahl gefertigte Ausführungen lieferbar.