Deutscher Innovationspreis geht an Freudenberg

Die Jury der Initiative „Der Deutsche Innovationspreis“ hat Freudenberg mit dem deutschen Innovationspreis 2011 in der Kategorie Großunternehmen für eine neu entwickelte energie- und ressourcensparende Produktionstechnik ausgezeichnet. Das innovative Verfahren zur Metallumformung ist nach einer intensiven Entwicklungsphase bei Freudenberg Dichtungs- und Schwingungstechnik in Weinheim im Einsatz.

14. April 2011

Die hauseigene Stanz- und Umformtechnik, die einen Großteil der Dichtungs-Vorprodukte aus Metall herstellt, setzt seit kurzem eine gemeinsam mit dem Maschinenlieferanten Bihler (Halblech) entwickelte Stahlumformungsanlage ein. Während im traditionellen Stanzprozess Teile aus Stahlcoils in Folgeverbund- oder Stufenpressen gestanzt werden, kommt bei der neuen Anlage ein völlig neues Verfahren zum Einsatz, dessen von einem Freudenberg-Mitarbeiter stammende Grundidee bereits in den 90er Jahren patentiert wurde. Schmalband wird über Rollbiegeeinheiten gerollt, per CO2-Laser getrennt und anschließend zum Ring geschweißt. Die Ringe werden im Nachgang sofort gebördelt, profiliert und/oder angefast, je nach technischer Spezifikation. Roboter bestücken die Maschine mit Stahlstreifen und entnehmen die fertigen Teile. Die Anlage schafft bis zu 44 Teile pro Minute, weitere Bearbeitungsschritte sind nicht nötig.

Die Unternehmen Accenture, EnBW und Evonik sowie das Magazin Wirtschaftswoche haben sich mit dem Ziel zur Initiative Der deutsche Innovationspreis zusammengeschlossen, um herausragende, zukunftsweisende Innovationen deutscher Unternehmen auszuzeichnen. Nach Meinung der Jury hat Freudenberg Dichtungs- und Schwingungstechnik mit diesem Verfahren eine „revolutionäre Produktionstechnik“ entwickelt, mit der der Stahlverbrauch deutlich sinkt. Mit der neu entwickelten Maschine lassen sich beispielsweise Simmerringe, die unter anderem aus stützenden Stahlteilen bestehen, besser und effizienter als bisher herstellen. „Zudem schont die Innovation die Umwelt, da deutlich weniger Material verbraucht und Emissionen stark reduziert werden,“ so die Wertung von Frank Riemensperger, Deutschlandchef der Unternehmensberatung Accenture.