Desktop-Schwenkbiegen

Es ist durchaus eine kleine Revolution im Bereich der Federn- und Kontaktentwicklung, die von der Blech-Tec GmbH auf der Messe Euroblech präsentiert wird.

02. Oktober 2014

Das Familienunternehmen aus dem oberbayerischen Sauerlach hat mit seiner Eigenentwicklung, der Minischwenkbiegemaschine BT-150, die bisherige Methode zur Entwicklung kleinster Bauteile aus Feinblechen und Folien grundlegend vereinfacht: Der Einsatz der BT-150 spart den Nutzern sowohl Zeit als auch Werkzeugkosten - jeweils bis zu 90 Prozent gegenüber herkömmlicher Fertigung.

Bisher wird für Entwicklungen und Kleinserien für jeden Bug ein Werkzeug angefertigt und dann in Handhebel-Maschinen einzeln umgesetzt. Dies ist zum einen sehr kosten- und zeitintensiv, aber auch unflexibel. Die Werkzeuge sind bei Änderungen der Geometrie oder Blechstärke, wie es bei Neuentwicklungen unvermeidlich ist, nur durch teure Umarbeit noch zu verwenden oder überhaupt nicht mehr brauchbar.

„Das schnellere und wirtschaftlichere Fertigungssystem unserer BT-150 bedeutet einen großen Sprung in der bisherigen Federn- und Kontakte-Entwicklung“, so Blech-Tec-Geschäftsführer Ralf Beger. „Die Maschine bietet für einen geringen Anschaffungspreis die Möglichkeit, kleinste Bauteile, wie Federn, Kontakte, Abdeckungen weitaus kostengünstiger zu biegen. Bereits nach fünf bis sechs Aufträgen hat sich der Kaufpreis nach Aussagen unserer Kunden amortisiert.“

Die gesteuerte Biegemaschine BT-150 vereint gleich mehrere Vorteile. So lassen sich die Teile meist ohne Umbau, vom ersten bis zum letzten Bug, durchbiegen. Änderungen der Schenkellängen und Winkel sind in Sekundenschnelle durchgeführt. Auch eine Änderung der Materialstärke erfordert kein neues Werkzeug.

Durch sektionierte Standardwerkzeuge können selbst komplexe Biegeteile sofort ohne weitere Werkzeugkosten hergestellt werden. Die Teile werden nach sehr kurzen Rüstzeiten wiederholgenau in einer beeindruckenden Präzision gebogen. Zudem sind sie auch später jederzeit ohne großen Aufwand reproduzierbar.

Die Maschine, die bereits im täglichen Einsatz bei namhaften Unternehmen wie Siemens, Continental, Tyco Electronics, Phönix überzeugt, ist so einfach wie sicher zu bedienen. Neueinsteiger in der Biegetechnik, wie etwa Unternehmen, die ihr Geld mit Feinlasern, Ätztechnik oder Feinwasserstrahlschneiden verdienen, erweitern - nach einer halbtägigen Einweisung - ihre Dienstleistung von der flachen Platine auf das fertig gebogene Teil.

Werkzeugmacher können ihren Kunden vor dem Bau von Folgeverbundwerkzeugen, statt erst nach mehreren Wochen, nun schon innerhalb nur eines Tages preisgünstige Muster und Prototypen liefern.