Der Reformprozess geht weiter

Fusion unter Metall-Berufsgenossenschaften

27. März 2007

Die Norddeutsche Metall-Berufsgenossenschaft und die Berufsgenossenschaft Metall Süd (BGMS) fusionieren am 30. März dieses Jahres zur „Berufsgenossenschaft Metall Nord Süd“ (BGM). Entsprechende Beschlüsse fassten beide Organisationen am 9. März 2007.

Die BGM beschäftigt knapp über 2.200 Mitarbeiter, ihr Hauptsitz ist Mainz. Sie versichert nahezu 2,6 Millionen Arbeitnehmer aus über 95.000 Metallbetrieben in weiten Teilen Nord- und Süddeutschlands. Das entspricht einem Anteil von fast 75 Prozent der Beschäftigten in dieser Branche. „Der Zusammenschluss ist ein Zwischenschritt zur Vereinigung aller Metall-Berufsgenossenschaften“, betont Dr. Albert Platz, Hauptgeschäftsführer der BGMS. Eingeleitet hatten diesen Prozess die damalige Süddeutsche Metall-BG sowie die Edel- und Unedelmetall-BG mit ihrer Fusion zur BGMS am 1. Mai 2005. „Außerdem bündelt dieser Schritt die Kompetenzen, nutzt Synergieeffekte aus und wird die Verwaltungskosten senken“, formuliert Dr. Platz weitere Ziele. Fusionsbedingte Kündigungen sind nicht vorgesehen. Für die Mitgliedsunternehmen beider Berufsgenossenschaften ändert sich mit Blick auf Betreuung und Service nichts. Sie finden ihre Ansprechpartner nach wie vor in den bekannten Bezirksverwaltungen und Präventionsdiensten. Der Zusammenschluss belegt zudem den Reformwillen der Selbstverwaltungen der gesetzlichen Unfallversicherung. Deren umfassende Neustrukturierung wird seit längerem diskutiert. So fordert die Bundesregierung in einem Anfang 2007 vorgelegten Gesetzentwurf unter anderem die Reduzierung der Berufsgenossenschaften von derzeit 26 auf höchstens neun bis Ende des Jahres 2009.