Der DHC- Fräser „marschiert im Ungleichschritt“

Besonderes Merkmal ist die unterschiedliche Drallsteigung der aufeinander folgenden Schneiden

19. März 2007

Reduzierung von Werkzeugschwingungen sind eine permanente Anforderung an moderne Zerspanungswerkzeuge. Dadurch wird einerseits die Oberflächengüte am Werkstück deutlich verbessert und andererseits steigt die Werkzeugstandzeit erheblich. Der Werkzeughersteller Fette (LMT) hat einen neuen Vollhartmetall-Schaftfräser entwickelt, bei dem diese Anforderung sehr einfach und trotzdem wirkungsvoll realisiert wird. Besonderes Merkmal dieses neuen DHC- Fräsers (DHC = Different Helix Cutter) ist die unterschiedliche Drallsteigung der aufeinander folgenden Schneiden. Auf diese Weise werden unterschiedliche Spanquerschnitte erzeugt und damit harmonische Schwingungsanregungen vermieden. Der Effekt ist leicht zu verdeutlichen am Beispiel einer über eine Hängebrücke marschierende Gruppe von Menschen. Konventionelle Fräser „marschieren im Gleichschritt“; die neuen DHC-Fräser dagegen „marschieren im Ungleichschritt“. Ausgezeichnete Schlichtqualität und Lebensdauer sind damit gewährleistet. Die ungleichen Drallwinkel verringern auch die Zerspankräfte und ermöglichen damit eine erhöhte Spanleistung. Dadurch ist der DHC- Fräser bestens zum Abtragen großer Spanvolumen geeignet, also auch zum Schruppen.

Die Multifunktionalität ist das herausragende Anwendungsmerkmal des DHC-Fräsers: Schruppen und schlichten mit dem gleichen Werkzeug, fräsen tiefer Nuten bis 2 x D (z.B. in Werkzeugstahl 1.2312, erzeugen extrem dünner und trotzdem maßhaltiger Stege.