Der Allrounder

Fokus

Mit dem neuen Laserschweißgerät Eneska-Laser von Joke Technology lassen sich Arbeiten in engen Bohrungen, in schmalen Zwischenräumen oder in tiefen Nuten einfach und mit hoher Wiederholgenauigkeit umsetzen.

06. Oktober 2016

Joke Technology, Spezialist für Oberflächenbearbeitung, erweitert sein Portfolio um das neue Laser-Schweißgerät Eneska-Laser. Die Ausstattung nach neuestem Stand der Technik umfasst neben Touchdisplay und Joystick auch Wi-Fi und HDMI-Schnittstellen. Der große Vorteil des mobilen Modells: Es ist darauf ausgelegt, Arbeiten in engen Bohrungen, in schmalen Zwischenräumen und in tiefen Nuten wiederholbar und so leicht wie möglich zu machen. Die Schweißprofile und Parameter kann der Anwender im Laufwerk speichern. Konzipiert ist der Eneska-Laser für feinere Arbeiten im Werkzeug- und Formenbau, in der Schmuck- und Dentalindustrie.

Der Eneska-Laser wird in zwei Varianten mit 75 und 100 Watt Leistung angeboten. Letztere schafft einen Schweißzusatz von 0,2 bis 0,8 Millimetern – diese Bandbreite ist laut Angaben des Herstellers außergewöhnlich. Das Gerät wurde konsequent aus der Benutzerperspektive entwickelt. Die Steuerung erfolgt über einen Touchdisplay oder einen Joystick. Die Parameter wie Laserleistung, Pulslänge, Wiederholrate und Durchmesser können über beide Steuersysteme eingegeben werden.

100 Profile kann das Gerät selbst anlegen – weitere können über die optionale USB-Schnittstelle exportiert werden. Darüber hinaus können Schweißprofile auf andere Schweißgeräte kopiert, im Laufwerk gespeichert oder auf einem USB-Stick in der Bauakte von Werkzeugen hinterlegt werden. Auf diese Weise lässt sich ein Qualitätsstandard unabhängig von Anwender und Zeitpunkt sichern. So können alle Mitarbeiter jederzeit auf das Know-how zurückgreifen.

Per Wi-Fi kann eine Auslastungskontrolle mit Anzahl der Laserschüsse und Berechnung der Standzeiten erfolgen. Die eingebaute Kamera dokumentiert die Schweißergebnisse und Befunde ebenfalls. Der Schweißvorgang selbst lässt sich über den Touchscreen, ein Stereo-Mikroskop mit zehnfacher Vergrößerung oder über externe Monitore verfolgen. Die integrierte HDMI-Schnittstelle eignet sich für die Präsentation der Schweißergebnisse oder Schulungen. Dazu muss nur ein Bildschirm angeschlossen werden und schon können mehrere Personen die Arbeiten live anschauen.

Schweißvorgang verfolgen

Die Laserschüsse können manuell per Abzug oder über ein Fußpedal ausgelöst werden. Die Arbeitsplatte lässt sich in der Höhe und seitwärts verfahren, um ergonomisch ideales Arbeiten zu ermöglichen. Es passen Werkstücke bis zu einer Größe von 520 mal 330 Millimeter und einem Gewicht von 70 Kilogramm unter den Laser. Für Rundnähte gibt es die Möglichkeit, eine Dreheinrichtung mit Schnellspannfutter zusätzlich zu bestellen, die sich fein regulieren und in der Richtung wechseln lässt. Sie kann auch bis zu 90 Grad stufenlos gekippt werden. Eine dreistufige LED-Kaltlichtbeleuchtung sorgt für die richtige Sicht und verhindert irritierende Reflexionen, zum Beispiel bei hochglanzpolierten Werkstücken.

Integriert sind eine stufenlos regulierbare Schutzgaszuführung und eine Druckluftdüse, mit der Werkstücke abgekühlt werden können. So entstehen für weitere Arbeitsschritte keine Verzögerungen, Stillstände an den Maschinen werden auf das Nötigste reduziert. Das Schweißgerät ist dreifach geschützt, um ein unbeabsichtigtes Auslösen des Lasers zu verhindern. Erst nach einem Betätigen der Zündung und Anschalten am Display kann ein Schuss ausgelöst werden. Nach jedem Impuls schließt ein Shutter-System den Laser. Die Stand-by-Zeit, wann aus dem Ruhemodus eine automatische Ausschaltung erfolgt, kann variiert werden. Ein weiterer Vorteil ist der niedrige Wartungsaufwand. Das Gerät hat eine integrierte Wasserkühlung. Die Motorsteuerung ist passwortgeschützt und kann individuell angepasst werden.

Das gesamte Gerät ist dank einer Micro-SD-Schnittstelle auch updatefähig. Es verfügt über Selbstdiagnose und Selbsttest. Benutzerfreundlich ist die Bedienungsanleitung. Sie besteht aus vielen einzelnen Videosequenzen, die sich am Display anschauen lassen. Damit gehen Arbeiten leichter von der Hand, die nicht zur Routine gehören, beispielsweise das Auffüllen des Kühlwassers. Ebenfalls im Sinne der Anwender ist das 70 Kilogramm schwere Laser-Gerät inklusive Tisch, der mit Rollen im Fuß ausgestattet ist. Leicht gekippt kann der Laser so direkt an den Arbeitsplatz oder die Maschinen gefahren werden.

Zahlen & Fakten

1940 wagte Robert Kettenbaum zusammen mit Josef Joisten den Schritt in die Selbstständigkeit mit einem Reparaturbetrieb. Aus den Anfangsbuchstaben der beiden Gründer entstand schließlich der Name Joke. Aus den Anfängen in gemieteten, primitiven Wellblechbaracken in Herkenrath am Stadtrand von Bergisch Gladbach hatte sich das mittelständische Unternehmen etabliert und ist dem Standort bis heute treu geblieben.

Erschienen in Ausgabe: 06/2016