1979 entwickelte Heinz Franke gemeinsam mit BASF ein spezielles Polyurethan (PU). Es sollte sich fortan unter der Marke Secutex als stabile Größe in der Intralogistik behaupten. Besonderes Merkmal: extreme Reiß- und Schnittfestigkeit. Das Material lässt sich auf das Fünffache seiner ursprünglichen Länge dehnen und ist damit deutlich elastischer als Gummi – selbst bei extremen Temperaturschwankungen.

ANZEIGE

Von Anfang an wurde der patentierte Kunststoff dazu verwendet, textile Hebezeuge und Zurrmittel haltbarer zu machen. Die Beschichtung schützt Hebebänder und Rundschlingen zum Beispiel vor Beschädigungen durch scharfe Kanten. So trägt Secutex seit vier Jahrzehnten dazu bei, dass sich textiles Material mehr und mehr als Alternative zu Eisenketten und Drahtseilen positioniert.

Die Vorteile liegen auf der Hand. Erstens sind die textilen Anschlagmittel deutlich leichter und somit einfacher zu handhaben als ihre Pendants aus Metall. Zweitens richten sie weniger Schaden am Transportgut an. Denn auch wenn es Stahl ist, der da durch die Halle schwebt: Schnell fangen sich die Coils irreversible Transportspuren oder Druckstellen ein. Und das mögen die Verarbeiter gar nicht. »Automobilhersteller haben Lieferanten schon Dellen bis in die sechste Lage nachgewiesen«, sagt Boris Franke, Geschäftsführer der Spanset-Secutex-Sicherheitstechnik. »Das ist teuer, imageschädigend für sämtliche Beteiligten und vor allem: unnötig.« Deshalb sollte der Transport von Coils wenn schon nicht mit Samthandschuhen, so zumindest mit beschichteten Hebebändern erfolgen. Sie schonen die Last, ohne dass dabei die Kontrolle verloren geht.

Staplerzinken: natürliche Feinde der Coils

ANZEIGE

Ein Material wie Secutex, das den Coils beim Heben ärgerliche Beschädigungen erspart, bewahrt die Rollen auch vor den erbarmungslosen Zinken eines Gabelstaplers. Diese Einsicht führte zu einer weiteren Idee: der Kunststoff als Zinkenschutz. In der Praxis bewährt er sich gleich doppelt: Einfach zu befestigen reduziert er zum einen die latente Gefahr des Abrutschens dank höherer Reibung und Formschluss; zum anderen fängt das PU den üblen metallischen Sound ab, der beim direkten Zusammentreffen von Coil und Stahlzinken entsteht. Als Schalldämpfer schluckt Secutex nicht nur den Lärm, sondern lässt ihn gar nicht erst entstehen.

Sicher abstellen und lagern

Auch beim Abstellen und bei der Lagerung kann einiges passieren. Umkippende Coils oder Spaltbänder führen immer wieder zu schweren Arbeitsunfällen. Die Fachvereinigung Kaltwalzwerke hat gemeinsam mit der RWTH Aachen in einer Studie gezeigt, dass Bandstahlringe mit einer Breite unter 275 Millimeter grundsätzlich in Gestellen und somit kippsicher gelagert werden sollten. »Besser ist es natürlich, auch breitere Einheiten professionell zu stützen«, erklärt Franke. »Fährt ein Stapler gegen ein Coil, darf kein Dominoeffekt eintreten.«

Dazu führt Spanset Secutex eine robuste Ablage aus Stahl im Portfolio. ›Coilprotect‹ sorgt dafür, dass aufrecht gelagerte Coils und Spaltbänder nicht umfallen. Bei der Ausführung ›Semi‹ haben die in einer Reihe nach innen ausgerichteten Bohrungen für die Absteckstangen 100 Millimeter Abstand . Für die meisten Coils reicht das aus. Aber bei schmalen Spaltbändern entsteht oft ein zu großer Spielraum. Deshalb besitzt ›Coilprotect Premium‹ zusätzlich eine versetzte zweite Reihe mit Bohrungen. Dadurch können die Lagermitarbeiter die Absteckstangen immer nah am Coil positionieren.

Die optional erhältliche Auflagefläche mit PU-Beschichtung verhindert zudem Kratzer.

Individuelle Ausführungen

Für die Zwischenlagerung hat Spanset Secutex eine leichte und bewegliche Coilmatte aus PU entwickelt. Besonderer Vortei: die flexible Handhabung. Die drei Meter langen Elemente lassen sich von Hand verlegen. So entsteht im Nu ein Zwischenlager oder eine kurzfristige Lagererweiterung. »Das Material ist über viele Jahre haltbar und verschleißt kaum«, verspricht Franke. Auch Schmierstoffe können dem Prallschutz wenig anhaben.

Ergänzend zur Standardausführung gibt es Varianten mit Tragegriffen, Befestigungsbohrungen oder Ölablaufrinnen. »Neben den Katalogprodukten produzieren wir individuelle und maßgeschneiderte Sonderausführungen von Matten und Coillagern«, fasst Franke zusammen. Dafür hat er eine eigene Konstruktion und einen CNC-gestützten Formenbau. Manchmal ist er überrascht, mit welchen Spezialwünschen die Kunden an ihn herantreten. »Aber mit unseren Beschichtungslösungen ist fast alles möglich.«