Cyber-Kriminalität wird oft unterschätzt

Copa-Data hat 228 Unternehmen aus der Getränkeindustrie, einer Vorreiterbranche beim Thema Industrie 4.0, befragt, wie gut die Unternehmen mit einer vernetzten Produktion tatsächlich geschützt sind. Das Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Befragten schätzt den Stellenwert der IT-Sicherheit in der Produktion als mittel bis niedrig ein.

11. September 2017
Das Thema IT-Sicherheit in der Produktion wird in der Getränkeindustrie häufig niedrig priorisiert. Veraltete Betriebssysteme führen zu Sicherheitslücken. (Bild: Copa-Data)
Bild 1: Cyber-Kriminalität wird oft unterschätzt (Das Thema IT-Sicherheit in der Produktion wird in der Getränkeindustrie häufig niedrig priorisiert. Veraltete Betriebssysteme führen zu Sicherheitslücken. (Bild: Copa-Data))

Die Produktion ist in vielen Unternehmen längst an das Internet gekoppelt. Über das Tablet kann der Produktionsleiter auf wichtige Daten zugreifen und die Maschinen steuern. Neben den Vorteilen, die die vernetzte Produktion mit sich bringt, dürfen die Gefahren nicht unterschätzt werden. Maschinen, die miteinander kommunizieren, können für Angriffe von außen genutzt werden.

Doch nur bei 13,2 Prozent der Unternehmen hat das Thema Cyber-Sicherheit in der Produktion eine hohe Priorität. 35,1 Prozent bewerten die IT-Sicherheit sogar als sehr gering. Je größer das Unternehmen, desto höher wird das Thema Sicherheit priorisiert. Ein Grund für diese Einschätzung: Die Verantwortlichkeit für die IT-Sicherheit liegt in den meisten Unternehmen bei den Produktionsteams (43 Prozent). Nur bei 19,7 Prozent der Unternehmen tragen IT-Abteilungen die Verantwortung.

Veraltete Systeme gefährden die Produktion

Wichtig für die Sicherheit sind vor allem aktuelle Systeme und regelmäßige Sicherheitsupdates. Laut Umfrage jedoch ist in der Getränkeindustrie eine veraltete Software das am meisten genutzte Betriebssystem für die Produktion: Jedes fünfte Unternehmen nutzt noch Windows XP. Das Betriebssystem wird bereits seit 2014 nicht mehr von Microsoft unterstützt, es gibt dafür also keine Sicherheitsupdates mehr.

Die Folge: Rund 20 Prozent der Unternehmen sind unzureichend vor Angriffen geschützt. Auch nur die Hälfte der Unternehmen hat eine Strategie oder einen Workflow zu System-Updates. „Wer seine Produktion vernetzt und zunehmend automatisiert, darf das Thema Sicherheit nicht außer Acht lassen“, sagt Thomas Punzenberger, CEO von Copa-Data. „Wir beraten unsere Kunden ganzheitlich und entwickeln für sie Sicherheitskonzepte, die sie auch in der Smart Factory sicher produzieren lassen.“