COsubxyzanfang2subxyzende - Chancen und Herausforderungen in der Vermarktung

Forderung nach CO2-Siegel-Pflicht: Verbraucher zu höheren Preisen bereit

11. Oktober 2007

In ihrer neuen Studie „CO2 - Chancen und Herausforderungen in der Vermarktung“, weist die Unternehmensberatung Sempora Consulting den Weg zur CO2-Siegel-Pflicht in Deutschland. Konsumenten seien bereit, für mehr Transparenz in Sachen CO2 höhere Preise für Konsumgüter in Kauf zu nehmen. Der G8-Klimagipfel in Heiligendamm, weltweit die Massen mobilisierende Live Earth-Konzerte und die fortlaufende Diskussion über den Klimawandel haben dafür gesorgt, dass CO2 zu einem Schlüsselbegriff bei Industrie und Verbrauchern geworden ist. „Immer mehr Unternehmen stellen sich die Frage, welche Folgen das Thema für die Vermarktung ihrer Produkte und Dienstleistungen hat“, betont Thomas Golly, Managing Partner von Sempora Consulting. Welche Folgen sich aus den Anforderungen der Konsumenten ergeben könnten, hat die branchenübergreifende Studie „CO2 - Chancen und Herausforderungen in der Vermarktung“ untersucht, die Sempora Consulting in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Vocatus AG vorgestellt hat. Die entscheidende Veränderung hat in den Köpfen der Verbraucher stattgefunden: Knapp 70% der Befragten fordern mehr Transparenz in Bezug auf CO2-Emissionen und die Einführung eines einheitlichen und verpflichtenden CO2-Siegels für Konsumgüter aller Branchen. „Ein CO2-Siegel würde Angebote mit einem kommunizierbaren Zusatznutzen ausstatten und so das Kaufverhalten der Konsumenten hin zu klimafreundlicheren Produkten beeinflussen“, stellt Golly heraus. „Ein solches Label würde Herstellern weit über Branchen wie den Automobilsektor hinaus bisher ungenutzte Profilierungschancen eröffnen.“ Die Forderung nach einem CO2-Siegel liegt dabei im Informationsgrad der Konsumenten begründet. Fast zwei Drittel der Konsumenten sind der Überzeugung, dass sich ihr Kaufverhalten durch höhere Transparenz bei produktspezifischen CO2-Emissionen verändern würde. Unternehmen, die früh und konsequent informieren, könnten sich so Chancen zur Erzielung von Wettbewerbsvorteilen erarbeiten. Der Nachholbedarf in diesem Bereich ist jedoch hoch, bisherige Vermarktungskonzepte greifen kaum: Nur 11% der Konsumenten fühlen sich ausreichend über die CO2-Emissionen der jeweiligen Produkte informiert und nur 29% der Befragten konnten ein Unternehmen nennen, das aktuell CO2-freundliche Produkte bewirbt. Als unzureichend bezeichnen 77% die heutigen Bemühungen der Industrie, 60% der Verbraucher empfinden diese sogar als unglaubwürdig.