Clusterkonferenz führte Branchen und Werkstoffe zusammen

Innovationscluster Metall-Keramik-Kunststoff diesmal mit Schwerpunkt Keramik

07. Oktober 2010

Der Innovationscluster Metall-Keramik-Kunststoff nimmt Fahrt auf. Die ersten Erfolge sind sichtbar. Darüber waren sich die Tagungsteilnehmer der 3. Clusterkonferenz einig, die am 17. September 2010 in Höhr-Grenzhausen stattfand. Auf Einladung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH informierten sich rund 180 Vertreter aus Wirtschaft, Forschung, Lehre und Politik über die Innovationspotentiale der Werkstoffe Metall, Keramik, Kunststoff und Oberflächentechnik. Unter den Referenten wie auch unter den Gästen waren Professoren, Institutsleiter, Hochschulen und Unternehmer aus ganz Rheinland-Pfalz und darüber hinaus. Für die Veranstaltung fand man in Keramikmuseum Westerwald den passenden Rahmen und ausreichend Ausstellungsfläche für 28 Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die sich auf der begleitenden Messe präsentierten.

Das Programm der nunmehr dritten Clusterkonferenz fokussierte diesmal den Werkstoff Keramik. Über den Einsatz von Keramik in der Energiegewinnung, zwei Komponenten mit hohen Innovationspotentialen und zukunftsträchtigen Aussichten, informierte Professor Dr. Bernhard Hoffschmidt vom Solar-Institut Jülich. Mit der im Ceratechcenter (CTC) in der Kannenbäckerstadt ansässigen Bauer Technologies hat der Solarforscher einen Partner gefunden, der mittels 3D-Siebdruck keramische Körper mit außergewöhnlichen Absorberfähigkeiten für die Nutzung der Sonnenenergie entwickelt. CTG-PrintTEC aus Alsdorf im Landkreis Altenkirchen präsentierte das Drucken auf feste Substrate wie Glas und Keramik mittels industrieller Digitaldruckwerke - eine Technik, die bereits 2009 mit dem Innovationspreis des Landes ausgezeichnet wurde. Markus Zwick, Leiter Technische Keramik im Forschungsinstitut für Glas und Keramik (FGK), Höhr-Grenzhausen, stellte anschaulich den Einsatz von Keramik in metallischer Umgebung dar, bevor Professor Dr. Peter Quirmbach das künftige Europäische Institut für Feuerfesttechnologie (ECREF) und dessen Leistungsspektrum präsentierte.

Der Innovationscluster Metall-Keramik-Kunststoff ist eines der wichtigsten Projekte der rheinland-pfälzischen Wirtschaftspolitik. Die Branchen Metall, Keramik, Kunststoff und die Oberflächentechnik sind Schwerpunktbranchen im nördlichen Rheinland-Pfalz.