Brandschutzwände korrekt planen

Trockenbauwände mit Feuer- und Rauchschutztüren

10. Dezember 2010

Soll eine Trockenbauwand Brandschutz gewährleisten, muss sie ihrer Stärke korrekt geplant und die passende Beplankung gewählt werden. Sind Feuer- und Rauchschutztüren vorgesehen, seien sie aus Stahlblech oder mit großflächiger Verglasung, muss dies schon bei der Planung des Wandaufbaus berücksichtigt werden. Das betrifft Türen, die Zusatzfunktionen wie Feuer- und Rauch oder Schall- bieten sollen. Diese zusätzlichen Funktionen vergrößern das Gewicht eines Türblatts erheblich.

Bei normalen Türen ohne zusätzliche Anforderungen ist von 45 bis 60 kg pro Türblatt auszugehen. Brandschutztüren (T30, T60 oder T90) ohne Verglasungen kommen bereits auf 80 bis 100 kg. T90-Türen mit großflächigen Verglasungen erreichen ohne weiteres sogar Werte von 200 bis 250 Kg. Echte Schwergewichte sind große Elemente mit doppelflügeligen Türen, Oberlicht und Seitenteilen.

Nicht nur das statische Gewicht des Brandschutzabschlusses ist in Decke und Boden abzuleiten. Durch die tägliche Begehung der Tür entstehen zudem dynamische Kräfte. Nicht zuletzt müssen die im Brandfall entstehenden Kräfte aufgefangen werden und die Standsicherheit des Elementes gewährleisten.

Da die Ausführung der Verbindung von Türelement und Wandkonstruktion in der Verantwortung des Verarbeiters liegt, müssen Hersteller möglichst exakt über den Einbau informieren. Etwa darüber, welche Produkte für welche Wandart mit welcher Wanddicke und -höhe geeignet sind oder wie groß die Wand- und Türöffnungen sein müssen.

Bei Stahlblechtüren ist bei Trockenbauwänden nach DIN 4102 Teil 4 im Bereich der Türöffnung ein dreiseitig umlaufender Rahmen aus UA-Profilen mit mindestens 2 mm Wandstärke vorzusehen. Wichtig ist dabei: Damit die erforderliche Stabilität gewährleistet ist, müssen die seitlichen Profile vom Rohfußboden bis zur Rohdecke durchlaufend sein. Sind die Stahlblechtüren mit Rauchschutzfunktion ausgestattet, muss die Baufuge zwischen Zarge und Baukörper beidseitig dauerelastisch abgedichtet werden.

Als Zargenvarianten stehen für Stahlblechtüren beim Einbau in Ständerwände Umfassungszargen sowie Eck- und Ergänzungszargen zur Verfügung. Sie werden mittels Spiegelschraubbefestigung an der Wand angebracht. Bei der Umfassungszarge beträgt die Maulweite maximal 280 mm, bei der Eck- und Ergänzungszarge maximal 450 mm.