Blechapplikation freigegeben

Neue Programmversion für die Blechkonstruktion mit Autodesk-Programmen

Für die parametrische Konstruktion von Blechteilen ist jetzt eine Applikation auf dem Markt, mit der die blechverarbeitende Industrie eine Lösung für die produktionsreife Blechkonstruktion zur Hand hat. Die neue Blech-Software unterstützt Anwender mit zahlreichen neuen, nützlichen blechspezifischen Funktionen, die in kurzer Zeit zu messbarer Produktivitätssteigerung führen.

11. April 2001
Als einer der ersten Entwickler von Autodesk-basierten Applikationen kann SPI, Ahrensburg, seine Software SPI-3D Blech für Mechanical Desktop 4.0 präsentieren.
Bild 1: Blechapplikation freigegeben (Als einer der ersten Entwickler von Autodesk-basierten Applikationen kann SPI, Ahrensburg, seine Software SPI-3D Blech für Mechanical Desktop 4.0 präsentieren. )

Das Software-Packet „SPI-3D Blech Desktop 4.0“ gewährleistet durch die vollständige Integration in „Mechanical Desktop 4.0“, dass beim Berechnen einer Baugruppe nach einer oder mehrerer Änderungen alle, auch die mit SPI erzeugten Blechteile, auf den neuesten Stand gebracht werden.

Version 4.0 bietet über 40 Verbesserungen und Erweiterungen gegenüber der Vorversion. Herausragende Neuerungen sind:

erweiterte Funktionen zum Erzeugen eines parametrischen Grundblechs

schnelles Erzeugen eines parametrischen Grundgehäuses („Box“)

Vorschau in Echtzeit

„Virtuelles Schlitzen“ mit Auswahl des Eckentyps

„Virtuelles Schlitzen“ auch von Flächen

automatisches „intelligentes Schlitzen“ entlang von Körperecken

Abwickeln von Freiformflächen, die durch Lofting oder Abrunden erzeugt wurden

Abwickeln von Ebenen-, Zylinder-, Kegel- oder anderen Flächen, die nicht Bestandteil eines Blechteils sind

direktes Positionieren und Drehen der Abwicklung

Erzeugen der Abwicklung wahlweise im „Modell“- oder „Papier“-Bereich

verbesserte Handhabung der Stanzwerkzeuge

Erweiterung der automatischen Eckstempel in der Abwicklung

Biegelinientabelle mit Längenangabe der Biegelinie

Laschen automatisch erzeugt

Parametrische Blechprofilkörper oder ganze Baugruppen werden aus beliebigen Konturen erstellt oder aus existierenden Zeichnungen abgeleitet. Modelle können aber auch von Anfang an in 3D konstruiert werden. Ausgehend von einem Profil wird die Konstruktion durch Hinzufügen von Laschen, die unter beliebigen Winkeln angesetzt werden können, erweitert. Neu in Version 4.0: der „Box“-Befehl, der an allen Randkanten identische Laschen erzeugt. Typische Anwendungsfälle: Gehäuse für elektronische und elektromechanische Bauteile und Fassadenbleche. Einzelne Laschen können, falls erforderlich, gelöscht werden.

Konstruktion von Übergängen beschleunigt

Erstellung und Abwicklung von geformten Solids (Lofting): Blechteile können nun durch Übergänge zwischen zwei geschlossenen Profilen erstellt werden. Materialattribute werden automatisch hinzugefügt. Mit Hilfe der Parameter lassen sich bei Bedarf die Kontur der Profile, die Position der Profile zueinander, die Materialart und die Blechdicke ändern. Das so erzeugte Blechteil, das auch Freiformflächen enthalten kann, wird problemlos abgewickelt. Diese neue Funktion wird vor allem die Konstruktion von Übergängen von rund auf eckig, konischen Segmentkrümmern und offenen Schütten sehr beschleunigen.

Blech-Shelling erzeugt mit einem einzigen Befehl präzise dünnwandige Blechteile aus einem Vollkörper. Durch Schlitzattribute ist eine präzise Abwicklung garantiert. Auf diese Weise lassen sich komplexe Blechteile mit einer nie dagewesenen Geschwindigkeit konstruieren.

Abwicklungen von Freiformflächen

Virtuelles Schlitzen: Schlitzattribute konnten bislang nur an Ecken angebracht werden. Mit Version 4 ist der Schlitzbefehl auch auf ebene Flächen (Plateaus) anzuwenden. Das „Virtuelle Schlitzen“ erlaubt nun außerdem die Auswahl eines Ecktyps.

In der Materialdatenbank sind die spezifischen Eigenschaften der Werkstoffe hinterlegt. Sobald dem Blechteil ein Material aus der Datenbank zugewiesen wurde, muss sich der Konstrukteur um die Eigenschaften und das Verhalten im Biegeprozess keine Gedanken mehr machen. Das Programm überprüft die zulässigen Operationen. Mit SPI-3D Blech Desktop 4.0 lässt sich die Materialstärke für ein Blechteil ändern. Das Update der Abwicklung erfolgt nach Änderung des Solids automatisch.

Mit Version 4 lassen sich nun Abwicklungen von einzelnen Freiformflächen - auch solchen, die zu Solids gehören, welche kein Blechteil repräsentieren - erzeugen. Typische Anwendungsfälle sind Teilabwicklungen von tiefgezogenen Blechen und Komponenten, die durch Folgeverbundwerkzeuge hergestellt werden.

Importierte Daten (IGES, STEP) werden in Mechanical Desktop häufig mit Freiformflächen dargestellt, obwohl sie im mathematischen Sinne ebene Flächen sind. Auch solche Flächen werden nun problemlos in Abwicklungen überführt.

Die Abwicklung wird in Sekunden berechnet. Dabei ist es freigestellt, die Berechnung auf Basis diskreter Werte oder definierter Formeln durchzuführen. Berechnete Abwicklungen liefern nicht nur die Daten für die Übergabe beispielsweise an NC-Laser oder Stanzen, sondern auch Transferdaten für „Cybelec“- oder „Delem“- Biege-Software mit der kompletten 3D-Information, die für den Umformprozess benötigt wird.

Integriertes Kostenmodul liefert Kalkulationsbasis

Wurde die „scharfkantige Konstruktion“ als Konstruktionsweg gewählt, muss der Anwender nicht auf Eckfreistellungen achten. Das automatische Setzen von Eckstempeln in der Abwicklung wurde für die neue Version erheblich erweitert. Eckstempel können nun mit der Werkzeugbibliothek abgeglichen werden. Bereits vordefiniert sind: Rund, Quadrat, Rechteck, Dreieck, Langloch, (neu:) Laserecke. Laschen- und Eckfreistellungen können unabhängig voneinander definiert werden.

Das integrierte Kostenmodul liefert eine Kalkulation auf Basis des verwendeten Materials, der Anzahl der Biegungen, der Anzahl der Durchbrüche und der Länge der Kontur. Diese Daten können zum Beispiel in einer Excel-Datei weiterbearbeitet werden.

Die Biegetabelle liefert in Version 4 nun auch die Länge der Biegelinie. Die editierbare Liste kann für die Festlegung der Biegefolge verwendet werden.

Partnerschaft im Interesse des Kunden

SPI-3D Blech ist eine MAI-Lösung für „Autocad“ und „Autodesk Mechanical Desktop“. MAI ist eine strategische Partnerschaft zwischen Autodesk und den weltweit führenden Applikationsentwicklern im Bereich Mechanik-CAD. Die „Mechanical Applications Initiative“ hat das Ziel, dem Kunden optimale Zusatzapplikationen zur Verfügung zu stellen. Diese erweitern die Funktionalität der Basisprodukte zu einer integrierten Lösung für die Produktentwicklung, von der Konstruktion über Berechnung bis zur Produktion. Die SPI GmbH ist seit 1980 als Anbieter kompletter Lösungen (Hard- und Software aus einer Hand) im technischen und im kommerziellen Bereich tätig. Auf der technischen Seite hat SPI sich einen Namen mit Lösungen für 3D-CAD-Konstruktion, Blechabwicklung, 3D-Rohr, CAD-Zeichnungsverwaltung, EDM/PDM, Kinematik, Normteile und Formenbau gemacht. SPI ist „MAI-Partner“ (Mechanical Application Initiative) von Autodesk.

Erschienen in Ausgabe: 04/2000