Besuch beim "Top-Werkzeugmacher"

Anfang Juni hielt die International Deep Drawing Research Group (IDDRG) ihre Jahreskonferenz in Zürich ab. Auf dem Programm stand auch ein Besuch von Konferenzteilnehmern im Technologiezentrum von Feintool in Lyss.

15. Juli 2013
Bild 1: Besuch beim Top-Werkzeugmacher
Bild 1: Besuch beim "Top-Werkzeugmacher" (Bild 1: Besuch beim Top-Werkzeugmacher )

Die internationale Konferenz wurde in diesem Jahr von der ETH Zürich unter der Leitung von Prof. Dr. Pavel Hora organisiert und fand vom 2. bis 5. Juni im Technopark Zürich statt. Sie wurde von Feintool als IDDRG-Mitglied und einer von sechs Sponsoren aus der Wirtschaft unterstützt.

Viele Konferenzteilnehmer aus Europa und Übersee nutzen am 5. Juni die Gelegenheit, sich am Feintool-Hauptsitz in Lyss über Feinschneiden und Umformen in der Praxis zu informieren. „Ein wichtiger Einblick, der bei den Teilnehmern sehr gut ankam“, wie Pavel Hora bestätigte. „Das Schneiden von Blechen ist bei der IDDRG immer ein Thema und Feintool ist in puncto Präzision der Top-Werkzeugmacher in der Schweiz."

Im Mittelpunkt der Präsentation stand die Entwicklungsprozesse, die bis zur Produktion eines neuen, einbaufertigen Präzisionsteils nötig sind. Den Auftakt machte die Feintool-eigene Simulationsabteilung, die Teile und ihre Werkzeuge virtuell entwirft und die Machbarkeit der späteren Produktion überprüft. Ihr folgten mit Engineering, Prototyping und Werkzeugbau die nächsten Stationen bis zur Fertigstellung des endgültigen Produktionswerkzeugs.

Besonderes Augenmerk lag auf den von Feintool entwickelten mehrstufigen Werkzeugen, die in der Automobilindustrie etwa zur Produktion von Präzisionsteilen von Sitzverstellmechanismen oder Steckzungen von Sicherheitsgurten eingesetzt werden. In ihnen vereint Feintool mit Feinschneiden, Entgraten und Umformen alle Vorgänge, die zur Herstellung eines einbaufertigen Bauteils nötig sind. Hinzu kommt die Wirtschaftlichkeit der Produktion mit diesen Werkzeugen: Sie sind mehrfach fallend bei hohen Hubzahlen.

Um komplexe Werkzeuge dieser Art wirtschaftlich zu entwerfen, spielt die virtuelle Simulation eine entscheidende Rolle. Seine Kompetenz in diesem Bereich sichert Feintool mit einer eigenen, speziellen Simulationssoftware, die in enger Zusammenarbeit mit Pavel Hora und dem Institut für virtuelle Produktion der ETH Zürich entwickelt wurde. Weitere praxisorientierte Forschungskooperation pflegt Feintool mit der Jiao Tong University in Shanghai, der RWTH Aachen (DE), der TU München (DE) und der Fraunhofer-Gesellschaft.

Die IDDRG ist eine Forschungsgemeinschaft zum Thema Metallumformung, in der führende Unternehmen wie Volkswagen oder Daimler, einschlägige Universitäten und Institute wie das MIT in Boston, wichtige Teile- und Technologielieferanten sowie Softwarefirmen aus aller Welt vereint sind. Höhepunkt ihrer Arbeit ist die jährliche internationale Konferenz zu aktuellen technologischen Herausforderungen der Branche.