Berufsbildung für Flüchtlinge

Auf der Aluminium präsentiert sich Trimet mit einem breiten Produktspektrum. Die Basis bilden qualifizierte Mitarbeiter. Auf die Ausbildung der Fachkräfte legt der Werkstoffspezialist großen Wert. Mit der „Berufsbildung für Flüchtlinge“ setzt das Familienunternehmen ein Zeichen für Integration.

07. September 2018
Gemeinsam mit den jungen Geflüchteten zeigen die Auszubildenden am Trimet-Standort Essen, dass sie zusammenhalten. (Bild: Trimet)
Bild 1: Berufsbildung für Flüchtlinge (Gemeinsam mit den jungen Geflüchteten zeigen die Auszubildenden am Trimet-Standort Essen, dass sie zusammenhalten. (Bild: Trimet))

Jungen Geflüchteten, die in Deutschland eine neue Heimat gefunden haben, will Trimet langfristige berufliche Perspektiven eröffnen und damit ihre Integration erleichtern. Mit dem Projekt „Berufsbildung für Flüchtlinge“ stellt das Familienunternehmen dafür Ausbildungsplätze bereit. Neben der Berufsausbildung umfasst das Programm Praktika und Einstiegsqualifikationen, die mit begleitenden Sprachkursen sowie Mathematik- und Fachkundeunterricht auf die Berufsausbildung vorbereiten.

Gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen

Trimet setzt bei seinem Engagement auf die Integrationswirkung der Produktion. „Industriearbeitsplätze geben vielen Menschen eine gesicherte Existenz, eröffnen Aufstiegschancen und ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe“, sagt Dr. Martin Iffert, Vorsitzender des Vorstands von Trimet. „Wir bieten deshalb jungen Menschen, die Krieg und Verfolgung aus ihrer Heimat vertrieben haben, eine berufliche Perspektive und damit die Möglichkeit, bei uns ein selbstbestimmtes Leben zu führen.“

Insgesamt 26 junge Geflüchtete absolvieren derzeit an den Standorten Essen, Hamburg und Voerde eine Ausbildung oder Einstiegsqualifikation. Für die Einrichtung der Lehrgänge hat Trimet die Personalabteilung verstärkt und die Ausbildungseinrichtungen erweitert. Das Unternehmen arbeitet zudem eng mit Behörden, sozialen Trägern und anderen Organisationen zusammen. Viele Mitarbeiter von Trimet engagieren sich als Paten für die Geflüchteten. Sie unterstützen ihre neuen Kollegen bei Behördengängen und helfen bei der Suche nach einer Wohnung.

Langfristige Berufsperspektive

Die „Berufbildung für Flüchtlinge“ geht auf eine Initiative des Ende 2015 verstorbenen Trimet-Gründers Heinz-Peter Schlüter zurück. Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle wollte er 2015 ein Zeichen setzen und kündigte anlässlich seines 66. Geburtstags an, dass sein Unternehmen in den folgenden Jahren zusätzlich zu den regulären Ausbildungsplätzen 66 Geflüchteten eine Ausbildung und eine langfristige Berufsperspektive zu ermöglichen.