Beitrag zur Energiewende

Mit der Inbetriebnahme eines neuen Blockheizkraftwerks (BHKW) am Standort Düsseldorf leistet Europas zweitgrößter Stahlhersteller Tata Steel einen wichtigen Beitrag zur Energiewende in Deutschland. Durch das BHKW lassen sich künftig CO2-Emissionen um 50 Prozent senken sowie Energiekosten in Höhe von rund einer Million Euro einsparen.

09. April 2015

Das Kraftwerk ist das erste konzerneigene dieser Art und befindet sich auf dem Betriebsgelände der Hille & Müller GmbH, die zu Tata Steels Geschäftsbereich Plating gehört. Hille & Müller beschäftigt 275 Mitarbeiter und zählt europaweit zu den führenden Herstellern von oberflächenveredeltem Stahl, der unter anderem in Haushaltsgeräten und Batteriehülsen eingesetzt wird.

Auf dem Weg zur Energieselbstversorgung

„Mit der Errichtung des BHKW sind wir unserem langfristigen Ziel einer ressourcenschonenden Energieselbstversorgung einen entscheidenden Schritt näher gekommen und steigern so auch unsere Wettbewerbsfähigkeit“, erklärt Friedmar Schittko, Geschäftsführer von Hille & Müller in Düsseldorf. „Zukünftig sind wir in der Lage, etwa die Hälfte unseres Strombedarfs in Düsseldorf selbst zu produzieren – rund 13 Millionen Kilowattstunden im Jahr. Damit könnten wir auch ungefähr 3.000 Haushalte mit Energie versorgen. Zudem prüfen wir aktuell, ob wir in Zukunft auch benachbarte Unternehmen in Düsseldorf-Reisholz mit Wärme beliefern können“, so Schittko weiter.

Neues BHKW ist eine Investition in die Zukunft

Nach einer anfänglichen Testphase läuft das Kraftwerk nun im Vollbetrieb. Das BHKW besteht im Wesentlichen aus zwei Heißwasserkesseln und einer Anlage für Kraft-Wärme-Kopplung. Der 2.500 PS starke Motor (entspricht etwa 25 PKW) der Anlage für Kraft-Wärme-Kopplung läuft ausschließlich mit Erdgas und hat eine elektrische Nennleistung von ca. 2.000 kW.

Die dabei entstehende Abwärme sorgt mit ebenfalls rund 2.000 kW Heizleistung für die Erwärmung von Wasser im entsprechenden Firmennetz. Dieses wird von Tata Steel unter anderem für den laufenden Produktionsbetrieb und zum Beheizen der Firmengebäude genutzt. Die Einmalkosten für diese zukunftsweisende Investition belaufen sich auf rund 2,8 Millionen Euro.

Die Installation des BHKW ist nur ein Bestandteil der europaweiten Strategie von Tata Steel zur Optimierung der eigenen CO2-Bilanz. Hille & Müller geht hier mit gutem Beispiel voran und wurde bereits im Jahr 2012 durch den TÜV nach ISO 50001 zertifiziert. Diese Norm fordert von Unternehmen ein nachhaltiges Energiemanagementsystem, welches eine kontinuierliche Verbesserung aller energierelevanten Prozesse sicherstellt.