Automobilzulieferer investiert 20 Millionen Euro

FSG schaltet stufenlos höher

17. September 2010
Bild 1: Automobilzulieferer investiert 20 Millionen Euro
Bild 1: Automobilzulieferer investiert 20 Millionen Euro

Nach erfolgreich gemeisterter Wirtschaftskrise stehen bei der FSG Automotive GmbH – einem der führenden Automobilzulieferer in Sachsen – die Zeichen auf Wachstum: In den nächsten zwölf Monaten plant die FSG Investitionen in Höhe von 20 Millionen Euro.

Wie viele andere Zulieferer war auch die FSG in der Krise auf Kurzarbeit angewiesen. Von den sechs beantragten Monaten nutzte das Unternehmen jedoch nur vier Monate die bewilligten Fördermittel. Ein Grund dafür waren unter anderem die antizyklischen Investitionen. „Ende 2008 – zu Beginn der Krise – haben wir in eine neue Produktionshalle und unmittelbar danach in zwei neue Produktionsanlagen für Kunststoffe investiert“, so Hans Schlickum, Vorstandsvorsitzender der FSG Automotive Holding AG. „Als Krisenstrategie hat sich dieses Vorgehen mehr als bezahlt gemacht. Heute sind wir bestens aufgestellt: Erst kürzlich haben wir im Wettbewerb mit internationalen Anbietern zwei Großaufträge von deutschen Automobilkonzernen erhalten und werden in den nächsten zwölf Monaten erneut 20 Millionen Euro in neue Maschinen und Werkzeuge investieren.“

Das Unternehmen entwickelt und produziert mit derzeit 450 Mitarbeitern Getriebekomponenten, wie beispielsweise Schaltgabeln für Doppelkupplungsgetriebe. Diese ermöglichen durch zwei Parallelgetriebe einen vollautomatischen Gangwechsel ohne Zugkraftunterbrechung und damit eine deutliche Verringerung des Kraftstoffverbrauchs und des Ausstoßes an CO2. Zur Automatisierung von Kupplung und Getriebe wird darüber hinaus in den Produkten der FSG eine hydraulische Aktuatorik direkt in die Schaltung integriert.

Das hochkomplexe Bauteil gewährleistet eine äußerst schnelle Kraftübertragung bei der Übersetzung der Steuersignale. Um solche Hightech-Produkte herzustellen, müssen die Rahmenbedingungen stimmen: „Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Unternehmens und die Optimierung der Logistikprozesse konnten wir die Infrastruktur des Standortes weiter stärken“, erklärt Hans Schlickum. „Dies und auch die laufenden Investitionen in neue Produktionsanlagen steigern die Effizienz und damit die Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens.“