Automatisierte Messung der Werkstücklage

Neue Funktion von Manual Guide i ersetzt komplexe Berechnungen

17. Dezember 2008
Bild 1: Automatisierte Messung der Werkstücklage
Bild 1: Automatisierte Messung der Werkstücklage

Fanuc GE hat seine bedienerfreundliche Werkstatt-Programmiersoftware Manual Guide i um eine neue Funktion für komplexe Werkzeugmaschinen, die mit einem Drehtisch ausgestattet sind, erweitert. Die neue Funktion zur Messung der Werkstücklage dient dazu, die Effizienz und Qualität beim Fräsen von Parallelepipeden zu erhöhen. Bei der Platzierung des Werkstücks auf dem Drehtisch kommt es häufig zu einer leichten Abweichung von der idealen Position. Der Bediener muss deswegen üblicherweise präzise Positionsmessungen sowie komplexe Berechnungen durchführen und diese in einem überarbeiteten Teileprogramm umsetzen. Verfügt die Werkzeugmaschine über die neue Funktion zur Messung der Werkstücklage, kann der Bediener diesen einfachen Bearbeitungszyklus direkt an der Maschine programmieren. Die Software berechnet automatisch die Abweichungen zwischen dem ursprünglichen Werkstück-Koordinatensystem und dem gemessenen Werkstück-Koordinatensystem, indem sie jeweils drei Punkte auf der XY-, YZ- und ZX-Ebene antastet. Der Bediener erhält die Ergebnisse in Form einer Tabelle auf dem Bildschirm, in der jede Abweichung mit einer Referenznummer versehen ist. Diese Referenznummern kann er daraufhin einfach in sein Teileprogramm einbinden, worauf das Werkstück automatisch nachgestellt wird. Diese Funktion ermöglicht eine erheblich schnellere Einrichtung der Maschine und damit eine höhere Effizienz im Bearbeitungsprozess sowie eine bessere Qualität, da mögliche Berechnungsfehler des Bedieners vermieden werden.