Auseinandersetzung um Fachmesse

Messe Westfalenhallen Dortmund erwirkt Unterlassungserklärung

21. Mai 2008

Die Messe Westfalenhallen Dortmund GmbH ist es gelungen zu erwirken, dass die Messe München eine Unterlassungserklärung unterzeichnet. Danach werden die Münchener nun nicht mehr behaupten, erstmals und exklusiv eine Fachmesse für Fertigungsverfahren im Metall-Kunststoff-Verbund durchzuführen. Die rechtliche Auseinandersetzung ist bedeutungsvoll, da es dabei um so etwas wie die „gedankliche Vorreiterposition“ bei einem innovativen Zukunftsthema für Deutschlands Wirtschaft geht. Die Messe München hatte in einer Informationsbroschüre für eine neue Fachmesse behauptet, diese sei die „erste Fachmesse dieser Ausrichtung“. Die von ihrer Fachmesse angesprochene Branche erhalte „erstmals die Chance, sich an einem Ort zur gleichen Zeit eigenständig und mit ihrem gesamten Know-how rund um hybride Komponente zu präsentieren“. Unter hybriden Komponenten versteht man Bauteile, die sowohl Metall- als auch Kunststoffanteile enthalten. Die Messe München behauptete außerdem, dass die von ihr veranstaltete Messe als „Business-to-Business“- Plattform für hybride Bauteile, Komponenten und Systeme Alleinstellung genieße. Allerdings bewirbt die Messe Westfalenhallen Dortmund bereits seit September 2007 die neu entwickelte, eigene Fachmesse Proform (10. – 13. Juni 2008). Auch hier geht es um Fertigungsverfahren für Metall- / Kunststoffkomponenten sowie die entsprechenden Produkte selbst. Damit war schnell klar, wer das Thema zuerst besetzt hatte. In der Tat hat die Messe München inzwischen die aus Dortmund eingeforderte Unterlassungserklärung unterzeichnet.