Aus Erfahrung Qualität

Auf Leistungsfähige Anlagentechnik zum Herstellen edler Karosserien setzt Cecomp – und deshalb auch auf bewährte Lasertechnik von Prima Power und hier speziell auf die neue Laser Next 2141.

03. Mai 2019
Aus Erfahrung Qualität
Auf der Laser Next 2141 von Prima Power können auch große Karosserieteile beschnitten und geschweißt werden. (© Prima Power)

Seit gut 40 Jahren baut Cecomp edle Karosserien. Begonnen hat das Unternehmen als Karosseriebauer für Stylingmodelle und die entsprechenden Karosserien wurden von Hand gefertigt. Danach folgte die Herstellung von Prototyp-Werkzeugen für Kleinserien und die Spezialisierung auf den Rennsport und den Bereich Blechumformung. Anschließend erweiterte man die Produktpalette und lieferte von der Entwicklung bis zur Herstellung kleine Serien kompletter Fahrzeuge. »Als nun das neue Werk in Piobesi 2017 eröffnet wurde, planten wir die neue Laser Next 2141 von Prima Power ein. Sie wurde 2018 zusammen mit einer Laser Next 1530, einer Laser Next 2130 und einem Laser Genius ebenfalls von Prima Power installiert«, berichtet Gianluca Forneris, Miteigentümer und CEO von Cecomp. Weitere zehn Anlangen von Prima Power sind an anderen Standorten des Unternehmens im Einsatz.

In dem im Juni 2017 errichteten Werk fokussiert man sich auf die Herstellung von Karosserien aus Aluminium für kleine und mittlere Produktionsvolumina. Das Werk liefert beispielsweise die Karosserie für den Renault Alpine AS1, für verschiedene Versionen des Aston Martin DB11 und andere Sonderversionen ohnehin schon in Kleinserien gefertigter Fahrzeuge. Aus Kostengründen schneidet man 90 Prozent der Karosserieteile, die im Werk umgeformt werden, selbst. Für solche Anforderungen benötigt man eine flexible Anlage, in der auch große Karosserieteile zu bearbeiten sind, denn so spart man sich einen Fügeprozessschritt und kann höhere Qualität liefern, was bei den exklusiven Fahrzeugmodellen wichtig ist. »Und die Laser Next 2141 bietet hier perfekt den Arbeitsbereich und Leistungsumfang, den man für diese Produktion braucht. Dazu kommt ein besseres Timing für den Arbeitszyklus, geringerer Energieverbrauch und man hat ›clevere‹ Maschinen«, so Gianluca Forneris.

Die neue 3D-Laseranlage Laser Next 2141 von Prima Power bietet einen großen Arbeitsraum und flexible Konfigurationsmöglichkeiten, optimal um kleinere und mittlere Serien kosteneffizient zu fertigen. Dabei ist der Arbeitsraum so groß, dass man bequem einen kleinen Sportwagen unterbringen kann, was das Unternehmen mit einer Fotomontage bei der Vorstellung der Anlage im April 2018 im neuen Headquarter und Vorführzentrum in Collegno nahe Turin demonstrierte. Allerdings dürften es im Produktions-Alltag ›nur‹ PKW-Seitenwände oder Karosserieteile sein, die nach dem Tiefziehen in der Anlage beschnitten oder geschweißt werden.

Den unterschiedlichen Größen der Karosserieteile trägt die neue Anlage Rechnung. Ihr Arbeitsraum von 4.100 × 2.100 × 1.020 Millimeter ist uneingeschränkter in Gänze zu nutzen. Die Anlage kann aber auch mit geteiltem Arbeitsraum (Splitkabine) und mit Drehtisch oder verschieden Versionen von Wechseltischen betrieben werden. Dabei haben die Konstrukteure bei Prima Power ein Highlight geschafft: Trotz der großen Möglichkeiten braucht die Laser Next 2141 in ihrer Basisversion mit knapp 35 Quadratmetern (7,40 x 4,65 Meter) weniger Stellfläche als vergleichbare Anlagen auf dem Markt. Mit dieser Anlage lassen sich mühelos 3D-Tiefzieh- und warmverformte Blechteile wie auch flache 2D-Blechteile beschneiden und bei Bedarf mit einem einfachen Wechsel des Schneid- beziehungsweise Schweißkopfes von Schneid- auf Schweißarbeit umrüsten. »Als Zielgruppe der neuen Anlage sehen wir Hersteller von Tiefziehteilen. Also Lohnfertiger, Job-Shops, Hersteller von Autos, LKW und verstärkt auch Landmaschinen und deren Zulieferer, wie auch Unternehmen aus der Luft- und Raumfahrtindustrie«, berichtet Marco Pivanti, 3D Laser Product Manager bei Prima Power.

Die leistungsfähigen Antriebe der Anlage erlauben maximale Geschwindigkeiten der Achsen von 120 m/min, bei hoher Positioniergenauigkeit und Wiederholbarkeit. Für Cecomp mit seiner Fertigung kleiner und mittlerer Serien großer Karosserieteile ist ein 5-Meter-Drehtisch für das Be- und Entladen von Teilen die richtige Konfiguration. So kann man bei großen Karosserieteilen den kompletten Arbeitsbereich nutzen.

Für andere Hersteller von kleineren Teilen ist es besser, den Arbeitsbereich der Anlage in zwei Teile aufzuteilen, die durch eine abnehmbare Wand und ein Schiebedach voneinander getrennt sind. Dabei kann in der einen Hälfte ein Bediener arbeiten, während in der anderen der Laser agiert. Bei großen, gewichtigen Teilen stehen Shuttle-Tische zur Verfügung, mit denen die Teile von außen gehandhabt werden können.

Herz der Laser Next 2141 ist ein Faserlaser mit 3 oder 4 Kilowatt, eine Eigenentwicklung von Prima Power, womit sich eine Vielzahl von Materialien in Kombination zu günstigen Betriebskosten schneiden lässt. Die Laser liefern ihre Energie über eine integrierte flexible Glasfaser, die zum Ausrichten oder Justieren keine Spiegel oder Optiken benötigt.

Die großen Vorteile dieser Laser sind eine erhebliche Verringerung des Stromverbrauchs wegen des höheren Wirkungsgrades, die fehlende Notwendigkeit von Laserresonatorgasen, eine lange Lebensdauer der Laserdioden, hervorragende Strahlqualität für schnellere Schnittgeschwindigkeiten bei dünnen Materialien und eine schnelle Stromversorgung für Ein- und Ausschaltzeiten unter 250 Millisekunden.

Die Laser Next 2141 besitzt aber auch das Label ›Industry 4.0 Inside‹. Das bedeutet, dass die Anlage bereit für die digitale Fertigung und den cloud-gestützten Datenaustausch ausgerüstet ist und somit für die Kommunikation im Unternehmensnetz. Das bedeutet, dass ein Anwender aus der Ferne die Produktion überwachen, steuern und vorausberechnen und damit auch in Echtzeit eingreifen kann. »Diese Maschinen sind voll integriert in das firmeneigene ERP«, bestätigt Gianluca Forneris.

Cecomp stellt nun ein neues Befestigungskonzept der Haltevorrichtung zum Schneiden von Teilen vor, die mit der Maschine kommunizieren und so die Effizienz weiter erhöhen wird.

Dr. Barbara Stumpp Fachjournalistin aus Freiburg www.primapower.com/de

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Hintergrund

Prima Power ist ein führender Spezialist für Maschinen und Systeme zur Blechbearbeitung mit einem breit gefächerten Angebot für folgende Anwendungen: Laserbearbeitung, Stanzen, Scheren, Biegen und Automation. Die Fertigungsstätten befinden sich in Italien, Finnland, den USA und China. Vermarktet werden die Produkte weltweit unter dem Slogan ›Energy in Efficient Use‹.

Erschienen in Ausgabe: 03/2019
Seite: 34 bis 35