Auf Schaum gebettet

Wie Eberspächer den Transport von Abgasanlagen modernisiert

08. Januar 2008

Wenn heute Abgasanlagen vom französischen Tochterunternehmen des Spezialisten für Fahrzeugheizungen und Abgasanlagen Eberspächer zum Montagewerk der PSA Peugeot Citroën in Rennes transportiert werden, ruhen die 15 Kilogramm schweren und vier Meter langen Bauteile auf Zahnleisten aus robustem Schaumkunststoff. Diese wiederum stecken in einem Stahlgestell, das insgesamt neun Abgasanlagen aufnimmt. Bei dem Schaumstoff handelt es sich um expandiertes Polypropylen, kurz EPP, einem vielseitigen Kunststoffmaterial, das man in zahlreichen industriellen Anwendungen findet. Die Schaumteile fixieren die schweren Abgasanlagen in ihrer Lage und halten sie auf Abstand, so dass sie unversehrt die Montagelinie erreichen, wo sie leicht entnommen werden können. Stahlgestell und EPP-Formteile gehen zu erneuten Verwendung wieder zurück an Eberspächer. Der zuständige Projektleiter bei Eberspächer Systèmes d’Echappement (ESE) ist zufrieden: „Wenn man bedenkt, dass wir bislang Jahr für Jahr ungefähr 55.000 Abgasanlagen in Kartons á zwei Stück verpacken mussten, dann wird klar, welche Einsparungen uns das neue Transportsystem bringt.“ 70 Transport-Gestelle befinden sich derzeit im Umlauf. Die drei verschiedenen Zahnleisten aus EPP wurden in Zusammenarbeit mit Ruch Novoplast im badischen Oberkirch entwickelt und dort auch produziert. Stephan Risch begleitete das Projekt bei Ruch Novoplast: „Durch eine geschickte Formgebung der Zahnleisten haben wir erreicht, dass wir zwei verschiedene Typen von Abgasanlagen mit dem gleichen Satz von Formteilen transportieren können.“