Auf engstem Raum

Technik

Sie ist sehr kompakt, und trotzdem nützt die neue Schweißzelle von Martinmechanic ihre Peripherie optimal aus. Drei Roboter arbeiten auf fünf Quadratmetern praktisch Hand in Hand.

04. Oktober 2011

Vier Tage lang durfte die Universal-Schweißzelle MUA 27121 auf der Motek, der ›Leitmesse für Montage-, Handhabungstechnik und Automation‹, in der Neuen Messe Stuttgart zeigen, was in ihr steckt. Eine gewisse Faszination geht von den auf engstem Raum ineinandergreifenden Armen aus. Außerdem kommt die Anlage mit einer Absaugung für zwei Schweißvorrichtungen aus.

Komplexe Ideen

Die beiden Sechsachsroboter mit je 10 kg Nutzlast und einer Reichweite von 1,40 m sind jeweils mit einem Brenner bestückt und können parallel, aber voneinander unabhängig, das Wolfram-Inertgas-Schweißen (WIG) auszuführen. Derweil versorgt sie ihr dritter, doppelt so starker Bruder mit einer Reichweite von 1,90 m mit Rohteilen und holt die fertigen Werkstücke auch wieder ab. Geschweißt wird auf einem Drehkipptisch, der sich um eine Hoch- und eine liegende Achse drehen kann.

In der neuen, kompakten Schweißanlage spiegelt sich die über 40-jährige Erfahrung der Standard- und Sonderanlagenbauer aus Nagold wider. Die komplexen Ideen, die das Unternehmen skizziert und umsetzt, sind mehr als reine Robotik oder Automation. Für die diffizilen Aufgaben planen die Ingenieure nicht nur vorausschauend, sondern sie stehen mitten im Produktionsablauf. Die Sondermaschinen und Systemlösungen können so optimal auf die Anforderungen der Kunden abgestimmt werden.

Ständig sind die Ingenieure auf der Suche nach intelligenten Komplettlösungen im Vorrichtungs-, Maschinen- und Anlagenbau. Aus dem Teile-Handling, der Montage und Automatisierung ist die Robotik nicht mehr wegzudenken. Maschinen und Anlagen von Martinmechanic können zum Beispiel ausrichten, beschichten, bestücken, entgraten, fetten, fördern, fügen, handhaben, kleben, messen, montieren, nähen, nieten, palettieren, polieren, pressen, prüfen, schrauben, vereinzeln, verpacken oder zuführen – und eben schweißen.

Das Spektrum realisierter Lösungen reicht von kleinen Vorrichtungen bis hin zu komplexen Großanlagen. Das Alles-aus-einer-Hand-Prinzip umfasst sowohl Projektierung und Konstruktion als auch Teilefertigung, Schlosserei und Steuerungsbau sowie die mechanische und elektrische Inbetriebnahme. Der weltweite Kundenstamm vertraue, so Martinmechanic, auf gute technische Lösungen und einen entsprechenden Service.

Werner Klein-Wiele,

Horb am Neckar

Erschienen in Ausgabe: 05/2011