Auf der Überholspur

Im Hochleistungssägen mit der Bandsäge setzt Behringer nach eigenen Angabeneine deutliche Zäsur. Wegweisende Erkenntnisse aus der Speed-Cutting-Technik wurden im SC-Kit für die HBM540A umgesetzt.

22. August 2012

Das Ergebnis sind höhere Schnittleistungen und eine längere Standzeit des Werkzeugs. Bis zu 85 %reduzierte Zykluszeiten, ein freier Späneabfluss, konstant hoher Spanabtrag, saubere Schnittoberflächen und kurze Reststücke sind weitere Argumente, die für diese Technik sprechen.

Ermöglicht wird dies durch die Kombination verschiedener Features, die das SC-Kit auszeichnen. Angefangen mit dem Sägerahmen der HBM-Maschine ist alles auf eine hohe Beanspruchung ausgelegt. Der optimierte Kraftfluss im Sägerahmen erlaubt hohe Bandspannkräfte, und die Sägebandführungen sind gut an ihre Aufgabe angepasst. Der Antrieb ist mit 26 kW so ausgelegt, dass ein hohes Drehmoment über ein breites Drehzahlspektrum beste Ergebnisse, etwa bei schwer zerspanbaren Werkstoffen, liefert.

Ein Schnittdruck-Kontrollsystem verbindet den Servovorschub mit einer feinfühligen Schnittkraftregelung. Resultat sind ein konstanter Spanabtrag, insgesamt höhere Schnittleistungen als mit konventionellen Systemen sowie ein zuverlässiger Schutz des Sägebandes vor Überbelastung. Reduzierte Schnittkosten durch höhere Bandstandzeiten sind das Ergebnis.

Die neuen Bandführungen haben Düsen, die die Kühlemulsion direkt in den Schnittspalt einbringen. Eine leistungsfähige Kühlmittelpumpe mit höherer Fördermenge sorgt dafür, dass Werkzeug und Material immer gut gekühlt sind.

Da bei hoher Sägeleistung viele Späne anfallen, ist ein besonders gutes Späneentsorgungskonzept erforderlich. Behringer hat die Maschine komplett darauf hin ausgerichtet. „Denn eine effiziente Späneabfuhr ist Grundvoraussetzung für prozesssicheres Hochleistungssägen“, erklärt Geschäftsführer Christian Behringer. Die Reinigung des Sägebandes von anhaftenden Spänen erfolgt über zwei sich auto-matisch nachstellende Duplex-Bürsten. Durch den trichterförmigen Maschinenständer gelangen die Späne direkt in den Späneförderer unter der Maschine.

Herausragende Schnittleistungen bedeuten in den meisten Fällen gleichzeitig hohe Anforderungen an den Automatisierungsgrad der Maschine. „Mit anforderungsgerechter Zu- und Abführung kann das Potenzial der Maschine erst richtig ausgenutzt werden“, erklärt Christian Behringer. Als Komplettanbieter liefert die Behringer GmbH die passenden Transporteinrichtungen, angepasst auf die speziellen Bedürfnisse des Kunden.

Auch die Hochleistungskreissäge HCS160 Multifluid von Behringer Eisele liefert vorbildliche Massenschnitte. Sie überzeugt mit einem neuen Maschinengestell und optimierter Späneabfuhr. Die neue HCS 160 ist die konsequente Antwort, wenn es um das Trennen hochlegierter, wärmebeständiger Stähle größer als 1200 N/mm² geht. Sie bildet die ideale Mischung aus vielfach bewährter Sägetechnik, verbunden mit einem hohen Maß an Variabilität und Anpassungsfähigkeit.

Entsprechend der Bearbeitungsaufgabe und den Bedürfnissen des Sägeschnitts ermöglicht die Multifluid-Technik den Einsatz verschiedener Kühlmedien: Von der Werkstückkühlung mittels Emulsion über die Verwendung verschiedenster Mikrosprüheinrichtungen bis hin zur Luftkühlung im Trockenschnitt.

Ausgelegt ist die Hochleistungskreissägeanlage für einen Werkstückdurchmesser bis 160 mm. Der serienmäßige Drehzahlbereich von 20 bis 250 U/min ermöglicht bereits in der Grundausstattung ein Anwendungsfeld für nahezu jede Sägeaufgabe.

Das gesamte Maschinenkonzept wurde hinsichtlich der erweiterten Funktion für den Nass- und Trockenschnitt optimiert: Ein neuer Späneförderer mit integriertem Kühlmittelreservoir und Kühlmittelpumpe sorgt beispielsweise für die rasche Entsorgung anfallender Späne und Kühlschmieremulsion. Er kann zur Reinigung einfach aus der Maschine gefahren werden.

Außerdem haben sich die Fachleute bei Behringer Eisele in Sachen Schwingungsdämpfung für eine weitere Versteifung des Maschinenkonzepts entschieden. Die neue Sägeblattführung mit BVA (Blade Vibra-tion Absorber) und aktivem Spänereinigungskonzept sorgt für ein deutliches Plus an Standzeit bei verbesserter Schnittoberfläche für einen präzisen, zügigen Schnitt, egal ob nass oder trocken.

Als vollautomatisierte Hochleistungskreissäge orientiert sich die neue HCS 160 nach wie vor an maximaler Ausbringung. Selbstverständlich ohne dabei die produktionsnahe und flexible Einbindung in nachgelagerte Fertigungsprozesse zu vernachlässigen. Denn die Anpassung an sich stetig wandelnde Märkte erfordert ein hohes Maß an Flexibilität beim Materialhandling. So garantieren der Einsatz verschiedener Zu- und Abfuhreinrichtungen sowie die Anbindung an Magazine und Lagersysteme Unabhängigkeit von Tag- oder Nachtschicht.