"Antiplague" für Stahlbänder

Simultane Bearbeitung von Bandoberfläche und Bandkante

In zunehmendem Maße stellt die weiterverarbeitende Industrie höhere Anforderungen an die Oberfläche und die Kanten der von ihr verarbeiteten Metallbänder. Das Einarbeiten einer Nute in die Bandoberfläche spielt hier eine große Rolle.

29. April 2004

In der Elektroindustrie veredelt die Nute das Metallband und verwandelt es in ein Endprodukt, wie beispielsweise bei der Herstellung von Elektronikleiterplatten und der Schmelzsicherung durch Verringerung der Restwanddicke. Vielfach ist das Einziehen einer Nute aber auch eine zwingende Voraussetzung für weitere Arbeitsprozesse. Bei der Herstellung geschlossener Profile zum Beispiel muß für das Schweißverfahren der Belag entfernt werden. Auf diesen Gebieten hat sich der Nutenstrehler von Julius, Wülfrath, kombiniert mit einer Bandkantenbearbeitungsmaschine bestens bewährt. Der Nutenstrehler entfernt eine oder mehrere Bahnen der Beschichtung und ermöglicht so das saubere Schweißen des Bandes auf sich selbst. Dies macht ihn zu einem elementaren Bestandteil bei der Produktion von überlappt geschweißten Rohren. Werden die Bandkanten zu einem Rohr zusammengeschweißt, müssen diese von Grat und Belag gereinigt werden und, wenn möglich, einen optimierten V-Winkel aufweisen. Hier kommt die Bandkantenbearbeitungsmaschine zum Einsatz. Der Nutenstrehler wie auch die Bandkantenbearbeitungsmaschine finden bei einer großen Palette von Bandbreite, Banddicken und Bandmaterial ihre Anwendung. Tiefe, Breite und Form der Nute können beliebig eingestellt und variiert werden. Beide Maschinen können einzeln oder wie hier als kompakte Einheit in bestehende Anlagen integriert werden.

Erschienen in Ausgabe: 04/2004