And the winner is ...

Diesjähriger Gewinner des internationalen Swedish Steel Prize ist das finnische Unternehmen Ponsse für seine neue Generation von Holzerntemaschinen, den Scorpion. Ponsse hat unter Anwendung von hochfestem Stahl eine Konstruktion realisiert, die sowohl die Leistung als auch den Bedienkomfort verbessert.

14. Dezember 2015

Jahrzehntelang hat sich im Bereich der Holzerntemaschinen nicht viel getan. Bei den traditionellen Konstruktionen stand die Funktion und nicht die Bedienung im Vordergrund. Das finnische Unternehmen Ponsse hat jetzt eine neue Holzerntemaschine entwickelt, bei der der Bediener im Mittelpunkt steht.

Durch den Fokus auf die Ergonomie konnten letztendlich die Leistung und der Bedienkomfort verbessert werden. „Ponsse hat nicht nur die Bedienergonomie verbessert, sondern auch die Funktionalität und Sicherheit optimiert, und die Produktivität mit der neuen Konstruktion gesteigert“, so Gregoire Parenty, Vorsitzender des Preisgerichts und Executive Vice President sowie Head of Market Development bei SSAB.

Swedish Steel Prize für Ponsse Scorpion

Durch die Anwendung von hochfestem Strenx 700 MC Plus Stahl in den Kranarmen, Strenx 700 im Fahrgestell und Hardox 450 im Harvesteraggregat hat der Scorpion ein geringeres Gesamtgewicht, so dass die Manövrierbarkeit in schwierigem Gelände verbessert wird. Dank der Gewichtsreduktion können mehrere Lager verbaut werden, was entscheidend zur Stabilität des Scorpions beiträgt. Darüber hinaus überzeugt die Maschine mit geringerem Kraftstoffverbrauch und schnelleren Kranbewegungen.

Swedish Steel Prize University Challenge 2015

Die Swedish Steel Prize University Challenge 2015 gewann Thomas Stenberg, Doktorand an der Königlich Technischen Hochschule in Stockholm, mit seiner Methode zur Qualitätssicherung von Schweißverbindungen.

„Eine hohe Schweißqualität wirkt sich auf die Ermüdungsfestigkeit von Bauteilen aus und ist gerade bei der Anwendung von hochfestem Stahl von großer Bedeutung. Der Siegerbeitrag ist eine neue Methode zur Sicherung der hohen Qualität durch eine längere Lebensdauer von Schweißverbindungen“, erklärt Parenty.

Die Swedish Steel Prize University Challenge ist ein internationaler Preis, mit dem Studenten dazu angeregt werden sollen, mehr über Stahl sowie die Konstruktion und Fertigung mit hochfestem Stahl zu erfahren. An dem Wettbewerb können Teams von Studenten aller Hochschulen teilnehmen, die eine Idee für ein Produkt entwickelt haben, das hochfeste Stähle, Konstruktionsstähle oder Verschleißstähle beinhaltet oder eine Methode vorschlagen, die das Anwendungsgebiet dieser Stahlgüten erweitert.

Die Swedish Steel Prize University Challenge wird im vierten Jahr in Folge verliehen. Der Sieger erhält eine Urkunde sowie ein Treffen mit einem der SSAB-Experten.

Entwicklungen mit hochfesten Stählen

Der Swedish Steel Prize wird seit 1999 jährlich verliehen. Zur diesjährigen 17. Verleihung versammelten sich 700 Teilnehmer aus etwa 500 Unternehmen aus aller Welt, um die aktuellen Erkenntnisse und Entwicklungen im Bereich des hochfesten Stahls miteinander zu teilen.

Der Preis wurde von SSAB etabliert, um neue Erkenntnisse im Bereich des hochfesten Stahls zu inspirieren und zu verbreiten sowie die Herstellung stärkerer, leichterer und nachhaltigerer Produkte zu fördern. Teilnehmen können alle Unternehmen mit Produkten aus hochfestem oder höchstfestem Stahl. Die Jury besteht aus Universitätsprofessoren sowie einem SSAB-Mitglied.

Die weiteren Finalisten des Swedish Steel Prize 2015, die aus 77 Einreichungen übrig blieben, waren Facil System aus Brasilien, Milotek aus Südafrika und Terex Cranes aus Deutschland. Den Publikumspreis bekam das deutsche Unternehmen Terex Cranes.