Aluminiumteile für den Automobilbau

Im Mai eröffnete Hydro eine neue Automobillinie am Standort Grevenbroich. Die Linie liefert Aluminiumteile für die Automobilindustrie, und macht jedes Jahr Millionen neuer Autos leichter und wirtschaftlicher.

23. Juni 2017
Im Mai eröffnete Hydro eine neue Automobillinie am Standort Grevenbroich. (Bild: Hydro Aluminium)
Bild 1: Aluminiumteile für den Automobilbau (Im Mai eröffnete Hydro eine neue Automobillinie am Standort Grevenbroich. (Bild: Hydro Aluminium))

Die Aluminiumlinie 3 hat eine Produktionskapazität von 150.000 Tonnen pro Jahr und trägt dazu bei, die jährliche Gesamtproduktionsmenge für Karosserieteile im Werk Grevenbroich auf 200.000 Tonnen pro Jahr und auf das Vierfache der ursprünglichen Produktion zu steigern. Insgesamt hat das Hydro-Management 130 Millionen Euro in die AL3 investiert und sich damit auf Platz 2 der europäischen Aluminium-Lieferanten positioniert.

Die Anlage liefert Aluminiumbänder für die Automobilindustrie, mit denen Autohersteller wie Mercedes-Benz, Audi, BMW, Peugeot und Citroën leichtere Fahrzeuge bauen und die Emissionen senken können. Dank energieeffizienter Lösungen verbraucht die neue Automobilinie 36 Prozent weniger Energie als ähnliche Produktionslinien.

Das Aluminium aus der neuen Automobillinie kann zu etwa 90 Prozent recycelt und immer wieder aufs Neue in neuen Aluminiumanwendungen verwendet werden. In der 190 Meter langen Anlage sind 55 Produktionsmitarbeiter im Fünf-Schicht-Betrieb beschäftigt. Insgesamt sind im Werk Grevenbroich rund 2.100 Mitarbeiter angestellt.

Ein Versprechen für die Zukunft

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg haben Hydros neue Automobillinie für leichte Aluminiumlösungen in Automobilen eingeweiht. An der Eröffnungszeremonie im Hydro-Werk Grevenbroich nahmen rund 500 geladene Gäste aus Politik und Gesellschaft, Vertreter der deutschen Automobilindustrie, wichtige Zulieferer, Forschung & Entwicklung und Anteilseigner teil.

 

„Um das Auto von morgen zu bauen, braucht man das Metall der Zukunft. Hier in der neuen Automobillinie von Hydro werden automobile Träume und Hoffnungen wahr“, sagte Svein Richard Brandtzæg in seiner Eröffnungsrede. Bei der Eröffnungsfeier sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel, die neue Fertigungsanlage sei ein ausgezeichnetes Geburtstagsgeschenk zum Jubiläum von Hydro in Deutschland und ein Versprechen für die Zukunft.

Sie betonte die Energieeffizienz von Aluminium, das immer und immer wieder mit einem Bruchteil der ursprünglich benötigten Energie recycelt werden kann. Die Kanzlerin sprach von dem Leichtmetall Aluminium als einem Schwergewicht. Ministerpräsidentin Erna Solberg verwies auf die Bedeutung der Investition von Hydro in Deutschland als Teil eines Puzzles im Kampf gegen den Klimawandel.

Das grüne Metall

„Aluminium wird daher mit Recht das ‘grüne Metall’ genannt. Dieses leichte Metall hat ein beträchtliches Potenzial. Durch Aluminium werden die Fahrzeuge leichter – und leichtere Fahrzeuge brauchen weniger Treibstoff und sind somit klimafreundlicher“, sagte die norwegische Ministerpräsidentin.