Aluminium: Recycling-Anteil erhöht

Der Anteil von Recyclingaluminium an der Produktion des Leichtmetalls gewinnt bei der Trimet Aluminium SE an Bedeutung. Die stetig steigende Menge des sich im Umlauf befindlichen Werkstoffs geht einher mit steigenden Mengen Aluminiumschrotts.

30. Oktober 2014

Die Wiederverwertung von Aluminium beeinträchtigt nicht dessen Qualität und Anwendungsvielfalt, erfordert aber deutlich weniger Energie. Die Trimet Aluminium SE misst daher dem Recycling von Aluminium langfristig steigende Bedeutung bei. Bereits heute werden in den Produktionsanlagen des Werkstoffspezialisten jährlich 200.000 Tonnen Aluminiumschrotte eingeschmolzen und für einen erneuten Gebrauch verfügbar gemacht.

Neben den Umschmelzwerken des Unternehmens in Gelsenkirchen und Harzgerode setzt Trimet das Kreislaufmaterial zunehmend in der Hüttengießerei des Primärstandortes in Essen zur Fertigung von Walz- und Rundbarren ein. Allein hier kommen so jährlich 80.000 Tonnen Aluminiumschrotte zum Einsatz. Dabei wird das in der Elektrolyse erzeugte ca. 1.000 Grad heiße Flüssigaluminium genutzt, um die Schrotte einzuschmelzen.

Diese kühlen dabei gleichzeitig das Flüssigaluminium auf eine Temperatur herunter, die für die Weiterverarbeitung in der Gießerei erforderlich ist. Damit wird die zusätzliche Energie für das Einschmelzen des Aluminiumschrotts eingespart.

„Indem wir zunehmend Aluschrotte unserer Kunden und auch von Dritten im Markt bei der Produktion von Primäraluminium nutzen, erhöhen wir signifikant die Energieeffizienz des Herstellungsprozesses. Damit verbessert sich auch die Ökobilanz jener Produkte, in denen unser Aluminium später zum Einsatz kommt“, sagt Thomas Reuther, Mitglied des Vorstands der Trimet Aluminium SE. Derzeit sind rund 200.000 Tonnen Aluminiumschrotte in den Produktionsanlagen der Trimet im Umlauf.

Materialqualität bleibt erhalten, Energiebedarf sinkt

Die Qualität des Werkstoffs Aluminium bleibt bei der Wiederverwertung vollständig erhalten. Im Vergleich zur erstmaligen Herstellung von Aluminium durch Schmelzflusselektrolyse erfordert das Wiedereinschmelzen des Werkstoffs nur rund fünf Prozent der Energie. Bei der Nutzung der Hitze von Flüssigaluminium entfällt selbst dieser Aufwand zum größten Teil. Mit jeder Wiederverwertung verbessert sich deshalb die Umweltbilanz von Aluminium.

„Aufgrund des anhaltend hohen Bedarfs und seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten ist Jahr für Jahr mehr Aluminium im Umlauf. Insbesondere die Themen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sprechen für eine 100-prozentige Recyclingrate des Werkstoffs. Wir investieren weiter in Anlagen und Methoden, um diese Entwicklung wirtschaftlich und ökologisch effizient anzutreiben“, so Thomas Reuther.

Schrotte mit unterschiedlichen Legierungen werden idealerweise jeweils voneinander getrennt eingeschmolzen, um deren spezifische Zusammensetzung und entsprechende Eigenschaften zu bewahren. Als Spezialist für maßgeschneiderte Werkstofflösungen stellt Trimet gleichzeitig jederzeit sicher, dass die Schrotte nach den jeweils höchsten Umweltstandards in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden.