Alternative zum Thermodenlöten

Thermodenlöten ermöglicht hochwertige und reproduzierbare Ergebnisse beim Verlöten von Flexfolien, Kabellitzen und Flachbandkabel. Allerdings bringt das Lötverfahren Nachteile im Bereich der Energieeffizienz und Prozessschnelligkeit mit sich. Deshalb hat Eutect das Laser Knife entwickelt.

28. Juni 2018
Das Laser Knife von Eutect hebt das Verlöten von Flexfolien, Kabellitzen und Flachbandkabel auf ein neues Level. (Bild: Eutect)
Bild 1: Alternative zum Thermodenlöten (Das Laser Knife von Eutect hebt das Verlöten von Flexfolien, Kabellitzen und Flachbandkabel auf ein neues Level. (Bild: Eutect))

Eutect bietet das Thermodenlöten als Maschine und als Einzelmodul an. Mit dem TL-Thermodenlötmodul steht den Kunden ein geregelter und adaptiver Lötprozess mit Prozessdatenerfassung zur Verfügung. „Doch in einigen Punkten bringt die Thermode Einschränkungen mit sich“, erklärt Matthias Fehrenbach, Geschäftsführer von Eutect. Es gehört nicht zu den schnellsten Lötprozessen. Hinzu kommt ein hoher Energiebedarf.

„Deswegen waren wir auf der Suche nach einer neuen Lösung“, erkärt Fehrenbach, „und haben das Laser Knife entwickelt.“ Es besteht aus einem wegüberwachten Niederhalter, der die beiden zu verlötenden Oberflächen definiert zusammenführt, und aus einem Laser. Der Temperatureintrag erfolgt berührungsfrei über den Laserstrahl. Der temperaturgeregelte Laser ist mit einem integrierten Pyrometer und einer Kamera ausgerüstet und garantiert dem Anwender eine hohe Prozessstabilität und Qualität.

Lötprozess beschleunigen

„Durch den Laser konnten wir den Lötprozess beschleunigen, ohne an Reproduzierbarkeit und Ergebnisqualität zu verlieren. Je nach Bauteil ist das Laser Knife sogar zehnmal schneller als die bisherige Thermode. Ebenso haben wir eine Reduzierung des Energiebedarfs von 70 Prozent erreicht“, stellt Fehrenbach fest. Des Weiteren sind keine produktspezifischen Thermodenformen sowie Kaptonbänder notwendig.

„Hinzu kommt, dass die Thermode aufgrund der technischen Möglichkeiten Grenzen bei der Geometriegröße hat. Auch diese Einschränkung spielt beim Einsatz des Laser Knifes keine Rolle mehr“, hebt Fehrenbach hervor. Durch das berührungslose Verlöten der Oberflächen und den Wegfall des Thermodenverschleißes, wird auch der Wartungs- und Serviceaufwand reduziert.

Fehrenbach macht aber auch deutlich, dass beide Technologien ihre Daseinsberechtigung weiter haben werden: „Aufgrund des Laser Knifes wird das Thermodenlöten nicht aussterben.“ Denn durch die eingesetzte Lasertechnik ist die Laser-Knife-Technik aufwendiger als bisherige Thermoden.

Kleine Geometrien verlöten

„Das Laser Knife ist für Anwendungen interessant, die einen schnellen, reproduzierbaren, energieeffizienten Lötprozess von SMD-Kontakten, Flexfolien, Kabellitzen und Flachbandkabel erfordern, oder wo komplexe oder sehr kleine Geometrien verlötet werden sollen“, so Fehrenbach.