Alles im Griff

Effektive Fertigung von Kleinteilen mit höchster Präzision

Das Denken in Prozeßketten und damit effektives Zusammenwirken aller Fertigungsschritte ist der Schlüssel zum Erfolg im harten Wettbewerbsumfeld der Stanz- und Umformtechnik. Die eingesetzten Steuerungs- und Überwachungssysteme müssen den zunehmend hohen Ansprüchen von Qualität, Produktivität, Verfügbarkeit, Flexibilität, Kosten- und Termindruck sowie einer einfach zu handhabenden Bedieneroberfläche gerecht werden.

23. Februar 2004
Durch den Einsatz des SAS-Systems konnten Fehler als auch der Verschleiß sowie Stillstandszeiten in der Produktion von Stanzteilen für die Lambdasonde deutlich reduziert und die Hubzahl um 200 gesteigert werden.
Bild 1: Alles im Griff (Durch den Einsatz des SAS-Systems konnten Fehler als auch der Verschleiß sowie Stillstandszeiten in der Produktion von Stanzteilen für die Lambdasonde deutlich reduziert und die Hubzahl um 200 gesteigert werden.)

Durch das Zusammenlegen der jeweiligen Kernkompetenzen, der Vester Elektronik, Straubenhardt-Feldrennach, und dem Schweizer Unternehmen Heinz Siegfried AG, bietet man den Kunden ein sehr umfangreiches technologisches Know-how. Die gemeinsame Strategie ist in das Schweizer Überwachungs- und Steuerungssystem SAS (Siegfried-Advanced-System) eingeflossen, welches neuerdings auch als OEM-Kit für Maschinenhersteller geliefert wird.

Vollintegriert

Die vollintegrierte Lösung auf PC-Basis mit Standard Windows Betriebssystem, die zur Verfügung stehende große Anzahl der Funktionsmodulen, die äußerst vorteilhafte Arbeitsweise der Auto-Set-Funktion als auch mancher Aspekt in der grafischen Bedienungsoberfläche kann sehr wohl als Alleinstellungsmerkmal des SAS bezeichnet werden. Die angebotene Funktionsmodule beinhalten die Pressensteuerung, Werkzeugüberwachung (64 Eingänge), Auto-Set (Automatisches Aufzeichnen der Sensorsignale), die Preßkraftüberwachung, Körperschallüberwachung, Werkzeugeintauchtiefenmessung, Stößeleintauchtiefenmessung, das Messen (maximal 8 Kanälen, Einzel, Differenz, Keilförmigkeit und so weiter), Elektronische Nocken (32 Kanäle), Paketieren (12 Kanäle, 20 Schieber, 50 Stufen), Motorensteuerung, Sortieren, Beölungssysteme, PAN-Fenster / Betriebsdatenerfassung (BDE), Werkzeugjournal (Werkzeuglebenslauf), Vorschubsteuerung sowie ein Hilfesystem. Ausgestattet mit dem Windows NT/2000 Betriebssystem können auch Programme der „Office“-Welt wie Statistik, Tabellenkalkulation, Textverarbeitung und Internetanschluß integriert werden.

Mit Echtzeit-Steuerung

Mit dem SAS-Konzept in modularer Architektur können sämtliche Abläufe an der Presse und der Peripherie mit einem Gerät in Echtzeit gesteuert, überwacht und erfaßt werden. Als PC-basiertes System nutzt es die fast unbegrenzten Speicher- und Vernetzungsmöglichkeiten - für die BDE wie auch die Anbindung ans Internet. Durch die inzwischen umfangreichen Softwaremodule sind der jederzeitige Ausbau und einfache Anpassungen gewährleistet. Wurden bisher beispielsweise für die Werkzeugüberwachung, Beölungs- und Vorschubsysteme unterschiedliche Geräte mit jeweils verschiedenen Bedieneroberflächen und Schnittstellen eingesetzt, kann die Bedienung aller Komponenten mit nur einem System und der jeweiligen Erweiterung durch die entsprechenden Softwaremodule beliebig erfolgen. Hersteller von Maschinen und Zulieferfirmen von Präzisionsteilen werden in die Lage versetzt schneller und qualifizierter auf anspruchsvolle Kundenwünsche zu reagieren.

Das ganzheitliche Konzept integriert auch viele vorbeugende Aspekte die sonst meist nur eine untergeordnete Rolle spielen. Bisher war die Praxis in den Betrieben davon geprägt, daß verschiedene Geräte mit vielen Einstellungen und einzelnen Optimierungen zu bewältigen waren. Jetzt erfolgt durch SAS - mit der Abspeicherung aller fertigungsrelevanter Daten von Maschine, Stanzwerkzeug und Peripheriegeräten - ein deutlich schnelleres Einrichten der Maschine und damit optimierter Fertigungsprozeß. Auch geringfügige nachträgliche Änderungen an den Werkzeugen und die leicht modifizierten Einstellungen gehen nicht verloren, sondern bleiben als aktualisierte Parameter zu den jeweiligen Softwaremodulen abgespeichert. Als herausragendes Merkmal das von vielen Kunden ganz besonders geschätzt wird ist die so genannte Auto-Set-Funktion. Sie bietet die automatische Aufzeichnung der Werkzeug-Überwachungs-Sensorsignale. Es können alle gängigen Überwachungsarten für jeden Eingang frei gewählt werden. Die grafische Visualisierung dieser Aufzeichnung liefert auf einen Blick detailreiche Informationen.

Im Falle von Störungen und Abschaltungen erscheint automatisch auf dem Bildschirm des SAS das richtige Fenster desjenigen Moduls, das den Fehler festgestellt und den Stopp verursacht hat. Das Maschinenpersonal kann wesentlich schneller und gezielter reagieren.

Erschienen in Ausgabe: 01/2004