Alles im Fluss

Fließlochformen

Fliesslochen ist ein etabliertes Verfahren. Seine optimierung steht bei Centerdrill Dennoch ganz hoch im Kurs: Das Team vertreibt Zecha-Werkzeuge und berät in allen technischen Fragen rund um den Fliesslochformprozess.

19. August 2009

»Das beste Produkt nützt nichts, wenn es nicht zu den potenziellen Nutzern gelangt.« So dachten die Entwickler der Zecha Hartmetall-Werkzeugfabrikation GmbH in Königsbach-Stein, als sie sich im Jahre 2004 an Rainer Brunow wandten. Stefan Zecha, Geschäftsführender Gesellschafter der Zecha Hartmetall-Werkzeugfabrikation, fand: »Um unsere bewährten Centerdrills einer breiteren Anwenderschaft zugänglich zu machen, suchten wir nach einem branchenerfahrenen Vertriebsexperten.«

Aufklärungsarbeit notwendig

Das Centerdrill-Team um Rainer Brunow betreut nun weltweit Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen wie Automotive-Industrie, Büromöbelhersteller, Heiz- und Klimatechnik, um nur einige zu nennen. Allen gemeinsam ist: Sie wollen prozesssicher und materialschonend Buchsen, Durchgänge oder Innengewinde formen.

Rainer Brunow: »Wir haben nach wie vor einiges an Aufklärungsarbeit rund um das Fließlochformen zu leisten. Doch die Praxisbeispiele überzeugen meist schnell. Vor allem, wenn es um den Anschaffungspreis und die Wirtschaftlichkeit geht.« Denn ein Umschwenken von herkömmlichen Verfahren hin zum Fließlochformen ist meist mit geringen Investitionen möglich. »Schon mit einem Einsatz von rund 500 Euro kann der Wechsel in eine neue Technologie vollzogen werden. Gemessen an den Einsparungen durch kürzere Bearbeitungszyklen und gesteigerte Prozesssicherheit ist dies ein überschaubarer Posten!«

Testen im Vorübergehen

Das Centerdrill Vertriebsbüro in Eppstein verfügt über Möglichkeiten, kurzfristig Kundenwünsche in Versuchsreihen auf ihre Praktikabilität zu testen. Julia Brunow, zuständig für die technische Beratung und Angebotserstellung bei Centerdrill: »Kommen Kunden mit einem spezifischen Problem auf uns zu, können wir zusammen mit unserer Entwicklungsabteilung bei der Zecha Hartmetall-Werkzeugfabrikation GmbH sozusagen ›on the fly‹ testen, ob und wenn ja, mit welchem der Centerdrill-Werkzeuge die Bearbeitungsaufgabe zu lösen ist.«

Das Fließlochverfahren ermöglicht es, Buchsen oder Durchzüge spanlos in dünnwandige metallische Werkstoffe bis zu einer Wandstärke von 12 Millimetern einzubringen. Damit erhält der Anwender Buchsen oder Durchzüge bis zum Vierfachen der ursprünglichen Materialstärke in Durchmessern von 1,8 bis 32 Millimeter.

Das Fließlochformen beruht auf der Kombination aus Axialkraft und relativ hoher Drehzahl, wodurch lokale Reibungswärme entsteht. Diese plus Flächenpressung plastifizieren das Material und ermöglichen, dass das Centerdrill-Werkzeug in Sekundenschnelle durch das Material dringt.

Mit speziellen Sets erleichtert Centerdrill den Einstieg in die Fließlochform-Technologie. Dazu mehr unter:

Erschienen in Ausgabe: 8-9/2009