Akkuschrauber mutiert zum Einstellroboter

Spindelpositioniersystem jetzt noch einfacher zu handhaben

31. Oktober 2007

In Produktions- und Verpackungsmaschinen werden häufig über verstellbare Achsen Formate, Anschläge oder Führungen angepasst. Der Grad der Automatisierung wird dabei ausschließlich vom Kosten-Nutzen-Verhältnis bestimmt. Durchgehend vernetzte Antriebe beispielsweise lohnen sich nur, wenn oft verstellt werden muss. In vielen Fällen kann sich aber bereits eine Teilautomatisierung auszahlen, z.B. mit mobilen, akkuschrauber-ähnlichen Antrieben, mit deren Hilfe der Anwender Spindeln im Handumdrehen auf die gewünschten Formate einstellen kann. Die Baumer IVO GmbH hat ein flexibles Spindelpositioniersystem im Programm, das sich in unterschiedlichen Ausbaustufen und Baugrößen den verschiedensten Automatisierungsbedürfnissen anpasst. Mit dem AccuDrive gibt es jetzt eine weitere Variante, die die Lücke zwischen mechanischen Handrädern und Servoantrieben schließt und sich dadurch besonders für teilautomatisierte Formateinstellungen an Holz-, Druck-, Verpackungs- und Metallbearbeitungsmaschinen eignet. Das System besteht aus einem akkuschrauberähnlichen, mobilen Verstellantrieb, der über eine Infrarot-Schnittstelle mit den an den Verstellachsen montierten Spindelpositionsanzeigen kommuniziert. Der Akkuschrauber wird dazu einfach auf der Verstellspindel angedockt, erhält seine Befehle für Vor-, Zurück- oder Schleichfahrt von der jeweiligen Spindelpositionsanzeige und stoppt automatisch, wenn die Zielposition erreicht ist. Dabei wird auch die Zufuhrrichtung für einen korrekten Spindelspielausgleich berücksichtigt. Formatwechsel sind dadurch schnell, reproduzierbar und ohne Einstellfehler realisierbar. Das Spindelpositioniersystem kann entweder als Stand-alone-Lösung arbeiten oder direkt mit der Maschinensteuerung kommunizieren. Für nahezu alle gängigen Feldbussysteme gibt es die passenden Gateways, die den Datenverkehr des Bussystems auf das RS485-Netzwerk der Spindelpositionsanzeigen übertragen und umgekehrt.