Achterbahnen 50 % schneller

Die besonderen Herausforderungen beim Schweißen von Achterbahnkonstruktionen sind die Prozesssicherheit und die Zwangspositionen, in denen die Stahlsegmente verbunden werden müssen. Beides fordert von den Schweißern bei Mack Rides, einem der Marktführer für Freizeitpark-Attraktionen, handwerkliches Können und „akrobatisches“ Talent.

22. Mai 2013

Auf der Suche nach einem Verfahren, mit dem sie diese Schweißaufgaben schneller und sicherer lösen können, sind die Anwender auf die neue Focus.Arc-Technologie der Rehm GmbH u. Co. KG Schweißtechnik gestoßen. Im Praxistest der Mega.Arc2 450-4 WS hat der druckvolle Lichtbogen Schweißer und Qualitätsmanagement auf Anhieb überzeugt.

Die neue MIG/MAG-Stromquelle hatte auch in der Bedienung klare Vorteile: Der Focus.Arc-Lichtbogen wurde grundsätzlich als beherrschbarer und besser modellierbar empfunden. „Ein entscheidender Schritt in Richtung Prozesssicherheit“, war das Fazit der Achterbahnexperten, die mit der neuen Mega.Arc2 zudem eine Steigerung der Verarbeitungsgeschwindigkeit um bis zu 50 % verzeichnen konnten.

Damit die Sicherheit der Passagiere bei atemberaubenden Geschwindigkeiten in schwindelerregenden Höhen gewährleistet ist, müssen die Schweißnähte in Achterbahnkonstruktionen besonders hohe Stabilitätsanforderungen erfüllen. „Sicherheit, Zuverlässigkeit und Qualität sind das Markenzeichen unserer Produkte und das Credo unseres Unternehmens“, erklärt Michael Schuessler, Qualitätsmanagementbeauftragter bei Mack Rides, die Unternehmensphilosophie.

Um diese Stabilität zu erreichen, werden die Rund- und Vierkant-Stahlrohre (S355) mit einer Wandstärke zwischen 8 und 15 mm mehrlagig geschweißt. Stumpf- und Kehlnähte werden waagerecht in der Position PA (HV), Steignähte in der Position PF (HV) senkrecht von unten nach oben geschweißt.

Sicherer und schneller MIG/MAG-schweißen

Auf der Suche nach einer effektiven Lösung für diese anspruchsvollen Schweißaufgaben sondierte Mack Rides verfahrenstechnische Neuentwicklungen und testete Stromquellen mehrerer Hersteller, so auch die neue stufenlose MIG/MAG-Stromquelle Mega.Arc2 von Rehm. Die Ergebnisse überzeugten Schweißer und Schweißaufsichtspersonen auf Anhieb– vor allem das sichere und spritzerfreie Wiederzünden in der Steignahtposition ohne Umschalten des Prozesses, die Beherrschbarkeit des Focus.Arc-Lichtbogens und seine einfache, schnelle Anwahl. Ein Tastendruck – und die Kennlinie des Focus.Arc-Lichtbogens ist einsatzbereit.

„Insbesondere der stabile und spritzerarme Lichtbogen sowie der prozesssichere und zuverlässige Schweißverlauf vom Lichtbogenstart bis zum Schweißprozessende sind ein Kennzeichen dieser Geräte“, beschreibt Michael Schuessler die Praxiserfahrung. Das Einbrandverhalten wurde anhand von Schliffbildern bewertet, die die Vorteile der Mega.Arc2 und des neuen Focus.Arc-Verfahrens bestätigten.