Abrasives "Köpfchen"

Der Schneidkopf für ein längeres Leben

Mit dem Abrasivstrahl-Schneidkopf „Paser ECL Plus“ (ECL - Extended Component Life) von Flow, Bretten, wird die Lebensdauer aller Verschleißteil-Komponenten deutlich verlängert und die maximal mögliche Schneidgeschwindigkeit gleichzeitig wesentlich erhöht.

05. April 2003

Der „Paser ECL Plus“, die jüngste Entwicklung für alle Wasserstrahlschneidanlagen, optimiert den Wasserstrahl-Schneidprozeß weiter. Die wesentlichen Komponenten des neuen Schneidkopfes wurden ursprünglich für das Dynamic Waterjet-Verfahren entwickelt, um hochgenaue Bauteile fertigen zu können, doch nun können alle Besitzer von Wasserstrahl- Schneidanlagen einen Teil dieser Entwicklung nutzen.

„Wir setzen die Erkenntnisse aus der Entwicklung das Dynamic Waterjet konsequent auf unsere anderen Produkte um, so daß auch für die Maschinen unserer bestehenden Kunden die Entwicklung nicht stehen bleibt. Mit dem Paser ECL Plus bieten wir jedem Anwender, auch von Fremdprodukten, in wenigen Monaten den ROI (Return on Investment), und machen seine Wasserstrahl-Schneidanlage noch produktiver“, so Andreas Meyer, Bereichsleiter Entwicklung und Engineering der Flow Europe GmbH.

Die Investition in eine Nachrüstung einer bestehenden Wasserstrahl-Schneidanlage rechnet sich schon nach wenigen Monaten, denn der besondere Vorteil ist die um etwa 10 Prozent gestiegene Schneidleistung bei gleichzeitig reduzierten Betriebskosten, die aufgrund geringerer Rüstzeiten entstehen. Erste Anwender sprechen sogar von maximal 15 Prozent schnelleren Zykluszeiten bei gleicher oder sogar besserer Teilequalität. Zukünftig werden alle neuen Flow-Wasserstrahl-Schneidanlagen mit dieser Technologie ausgeliefert.

Vor der Markteinführung des neuen revolutionären Schneidkopfsystems wurde der Schneidkopf bei 12 Kunden weltweit an Flow-Wasserstrahlanlagen getestet, um die gewünschten und hier angegebenen Werte hinsichtlich Schneidgeschwindigkeit und Standzeit auch in der Praxis zu belegen.

Niedrigere Betriebskosten und höhere Schneidleistung

Die reinen Anschaffungskosten für Wasserdüse und Mischrohr bleiben pro Schneidstunde identisch. Die Rüstzeiten hingegen sinken drastisch, da die neue „Dura Flow“-Wasserdüse nun im Einschichtbetrieb nur noch circa alle sechs Monate erneuert werden muß, und nicht wie früher jede zweite Woche. Auch die Mischdüse wird wesentlich seltener gewechselt, und nicht wie früher jede zweite Woche, da mit dem „Paser ECL Plus“ die Standzeit über 50 Prozent länger werden kann. Im „Paser ECL Plus“ halten die Verschleißteile den permanenten Beanspruchungen aufgrund neuartiger Fertigungsmethoden und der mit engen Toleranzen ausgelegten Konstruktion wesentlich länger stand.

Neueste Fertigungsmethoden und gezielte Forschung

Darüber hinaus wird die Energie des Wasserstrahls mit der präzise ausgerichteten, neu entwickelten Wasserdüse „Dura Flow“ im Schneidkopf besser denn je ausgenutzt, um die Abrasivpartikel gezielt zu beschleunigen. Eine Steigerung der maximal möglichen Schneidgeschwindigkeit um circa 10 Prozent gegenüber bisher bekannten Schneidköpfen im Markt ist das Resultat. Im Wasser- und Abrasivstrahl- Schneidprozeß wird der erzeugte Wasserdruck im Schneidkopf in Strahlenergie umgewandelt. Die neue „Dura Flow“-Wasserdüse wird hierfür im „Paser ECL Plus“ eingesetzt. Ein zum Patent angemeldetes Herstellungsverfahren garantiert bei der „Dura Flow“-Düse einen präzis fokussierten und kohärenten Strahl. Die Wasserdüse und die Abrasivsand-Mischdüse sind im „Paser ECL Plus“ selbstzentrierend, so daß diese nach dem Einbau nicht zueinander ausgerichtet werden müssen. Da der gesamte Schneidkopf mit sehr engen Toleranzen gefertigt ist, trifft der erzeugte Wasserstrahl immer zentrisch in die Mischdüse. Die Energie des Wasserstrahls wird nahezu verlustfrei zum Beschleunigen der Abrasivpartikel genutzt. Die Standzeiten der „Dura Flow“-Wasserdüse betragen etwa 750 bis 1.000 Stunden. Darüber hinaus zentriert sich ECL-Premium-Mischdüse im Paser ECL Plus über eine Präzisions- Schnellklemmung und erreicht dadurch eine Standzeit von circa 200 Stunden.

Erschienen in Ausgabe: 01/2003