60 Jahre präzise Stanzteile

Jubiläum

Dank Fortlaufender Investitionen und konstantem Wachstum hat das Schweizer Unternehmen Unipress viel Know-how in Präzisionsstanzteilen.

18. April 2017
2016 erfolgte die vorerst letzte Erweiterung auf dem Unipress-Gelände. Bildquelle: Unipress
Bild 1: 60 Jahre präzise Stanzteile (2016 erfolgte die vorerst letzte Erweiterung auf dem Unipress-Gelände. Bildquelle: Unipress)

Unipress hat dieses Jahr einen Grund zu feiern: Vor 60 Jahren wurde das Schweizer Unternehmen in Biel gegründet. Dank seiner langjährigen Erfahrung in der Stanz- und Biegetechnik kann Unipress zuverlässige Lösungen bieten. Ursprünglich hat der Hersteller von Präzisionsstanzteilen Zeiger für die Uhrenindustrie produziert.

Qualität steht im Vordergrund

1973 wurde der Unternehmenssitz von Biel nach Lupfig nahe Zürich verlegt. In die neuen, größeren Räumlichkeiten investierte Unipress fleißig. Die Folge der Erweiterung war ein Wachstumsschub. Daraufhin investierte das Unternehmen weiter in den Werkzeugbau und in neue Schnellstanzautomaten.

Mit der Einführung der Zertifizierungen von Unternehmen war es auch für Unipress wichtig, dieses Qualitätsmerkmal bald zu erreichen. 1993 erlangte der Hersteller erstmals das Zertifikat ISO 9001. Infolge des kontinuierlichen Wachstums wurden die Platzverhältnisse nach kurzer Zeit wieder beengt und so musste im Jahre 1998 ein neues Gebäude bezogen werden.

Nach und nach vergrößerte sich das Produktspektrum bei Unipress. Ein großer Teil der Stanzteile geht beispielsweise an Automobilhersteller und ihre Zulieferer. Es folgten weitere Zertifizierungen nach ISO/TS 16949 und ISO 14001 und Investitionen in Stanzautomaten bis 4.000 Kilonewton Stanzkraft.

Mit dem Einsatz von Verpackungs- und Montageautomation konnte die Qualität kontinuierlich gesteigert werden. 3D-Messmaschinen zur Absicherung der Prozesse kamen im Jahre 2007 in die Fertigungshallen von Unipress. Die jüngsten Investitionen erfolgten in eine neue Servopresse mit 2.500 Kilonewton Stanzkraft und eine 3D-Transfer-Ausrüstung. Anfang 2016 sind der Werkzeugbau und die Verwaltung in einen neuen Anbau umgezogen.

Spezialgebiet Aluminiumbleche

Ein Spezialgebiet von Unipress ist das Stanzen und Biegen von Aluminiumblechen. Aluminiumlegierungen lassen sich sehr gut in Form bringen, da sich das Material sowohl pressen als auch ziehen lässt. Auf diese Weise können aus dem flachen Ausgangsmaterial neue Formungen in die dritte Dimension entstehen.

Der Umformprozess wird teilweise mit Hilfe von Simulationstools in mehreren Stufen entwickelt und ausgelegt. Bei Umformungen im Grenzbereich muss die theoretische Definition in der Praxis, teilweise mit empirischen Werkzeugabstimmungen, für die Serientauglichkeit bestätigt werden.

Kombinierte Verfahren

Die Kombination von Fließpressen und Ziehen lässt aus Coil-Material unzählige Formen zu. Halszüge, Positionierpins, Niethälse zum Verpressen oder Taumelnieten – voll oder hohl ausgeführt – gehören zu den beliebten Umformelementen. Wannenartige Bauteilpartien werden zum Beispiel bei Abdeckungen und Gehäusen verwendet.

Um solche Umformungen in der Serie sicherzustellen, ist die Verwendung einer programmierbaren Servopresse ein großer Vorteil. Prozessgeschwindigkeiten können in verschiedenen Phasen des Stößelhubes frei bestimmt werden. Die Fertigung solcher Werkzeuge erfordert spezifisches Fachwissen. Der Einsatz eines geeigneten Kühlschmiermittels und dessen Dosierung gehören zu den wichtigen Parametern der Prozessentwicklung, um einwandfreie Bauteile herzustellen.

Kupferschienen für die Elektromobilität

Ein weiteres Fachgebiet des Schweizer Unternehmens ist die Fertigung von Kupferschienen. Die Kupferschienen werden vor allem in Elektroautos eingesetzt, um den Strom von der Batterie zum Elektromotor und von den Bremsgeneratoren in die Batterie zu leiten. Der Anteil elektrischer Fahrzeuge steigt. Deshalb werden auch immer mehr hybride oder vollelektrische Antriebssysteme gebraucht, wo wiederum Leitungen mit teils großen Querschnitten in Form von Kupferschienen verbaut werden.

Durch die engen Platzverhältnisse haben solche Kupferschienen meistens eine komplexe Geometrie und sind mit eingepressten Befestigungs- oder Kontaktelementen versehen. Oft werden die Bauteile am Ende auch noch beschichtet.

Mit seiner Erfahrung im Bereich der Kupferschienen kann Unipress, ein Unternehmen der Suhner-Gruppe, seinen Kunden eine optimale Ausführung solcher Bauteile bieten. Oft werden die Zusatzelemente wie Einpressmuttern oder Bolzen dem Stanzwerkzeug zugeführt, die Elemente prozesssicher verbaut und als Baugruppe der Stanzmaschine entnommen. Unipress fertigt solche Kupferschienen für Batterien, Ladegeräte, Steuergeräte oder die Elektromotorversorgung.

Erschienen in Ausgabe: 03/2017