50 Jahre Schweißkantenformer

Der Trumpf-Schweißkantenformer Trutool TKF feiert 50. Geburtstag. Im Jahre 1963 kam das erste Gerät auf Basis des von Prof. Berthold Leibinger entwickelten Stoßstahlprinzips auf den Markt. Die wesentlichen Vorteile: Das Verfahren ist wirtschaftlich und garantiert gleichmäßige, oxidfreie sowie metallisch blanke Schnittkanten – ohne Funkenflug und mit wenig Schmutz. Die aktuellen TKF-Modelle werden auf der Blechexpo/Schweißtec zu sehen sein.

29. Oktober 2013

Es gibt viele Branchen, die hochwertige und sichere Schweißverbindungen als Grundlage ihrer Arbeit verstehen. Stahl-, Metall-, Schiffs- und Fahrzeugbau zählen ebenso dazu wie Hersteller von Gefahrstoff-Behältern oder Tanks. Hier gilt es, Verbindungen mit höchster Festigkeit und Dichtheit zu gewährleisten. Um dies zu erreichen, sind – neben qualifizierten Schweißfachkräften – perfekt vorbereitete Kanten wichtig.

Seit einem halben Jahrhundert bietet Trumpf dafür die passenden Werkzeuge. Mit den von Prof. Berthold Leibinger entwickelten Schweißkantenformern lassen sich gerade Blechkanten ebenso in einem Arbeitsgang bearbeiten wie Bleche mit Radien und Innenkonturen. Auch Rohre und kleine Werkstücke stellen kein Problem dar. Darüber hinaus haben insbesondere die kleineren TKF-Modelle wie das 5,4 Kilogramm leichte Trutool TKF 700 den Vorteil, dass sie nicht nur in der Werkstatt, sondern auch mobil auf jeder Baustelle eingesetzt werden können.

Das Trutool TKF 700 lässt sich an Blechen mit einer Materialstärke von ein bis 20 Millimetern in Vertikal-, Horizontal- oder Überkopflage handführen oder auch stationär in einer Arbeitsstation verwenden. Anstatt dieses Schweißkantenformers wird derzeit noch manchmal der Winkelschleifer verwendet. Dieser ist jedoch keine echte Alternative, denn die Kantenqualität ist nicht kalkulierbar und die Hitzeeinwirkung beim Bearbeiten lässt keine blanken Schnittkanten entstehen. Dadurch erforderliche Nacharbeit, ein relativ langsamer Vorschub sowie die geringe Standzeit der Schleifscheiben verursachen somit hohe Arbeits- und Betriebskosten.

Metallisch blanke Oberflächen bilden die Basis für optimale Schweißbedingungen

Mit Trumpf-Schweißkantenformern ist das anders. Alle Modelle – vom Trutool TKF 700 über den TKF 1100 und 1500 bis hin zum Trutool TKF 2000 – stoßen das Material gleichmäßig ab. Geringe Rautiefen und oxidfreie sowie metallisch blanke Oberflächen sorgen hierbei für optimale Schweißbedingungen ohne Nacharbeit. Das bestätigen laut Michael Keilbach, Vertriebsleiter des Geschäftsfeldes Elektrowerkzeuge bei Trumpf, Schweißprofis, die in der täglichen Praxis mit den Trutool TKF umgehen. Er ergänzt dazu: „Experten haben sich auf der Fachmesse Schweissen & Schneiden von der Leistungsfähigkeit überzeugt und auf der im November stattfindenden Blechexpo/Schweißtec 2013 besteht nochmals die Möglichkeit, Trumpf-Schweißkantenformer zu testen.“

Dort können interessierte Besucher unter anderem mit dem primär stationär verwendeten Spitzenmodell Trutool TKF 2000 arbeiten. Dieses Gerät gibt es mit oder ohne Eigenantrieb. In beiden Fällen lassen sich Schrägungslängen bis zu 20 Millimeter in Baustahl- sowie Aluminiumblechen mit einer Materialstärke von zehn bis 50 Millimetern erzeugen. Für den Antrieb sollten sich insbesondere jene Anwender entscheiden, die primär lange, gerade Bleche zu bearbeiten haben. Richtig angesetzt, läuft der TKF 2000 alleine mit der eingestellten Arbeitsgeschwindigkeit bis 1,4 m/min am Blech entlang und muss nur überwacht werden.