50 Jahre Schall-Messen

Unternehmen

Die wenigsten Unternehmensgründungen führen zum Erfolg. Und große Erfolge sind seltene Ausnahmen. So gesehen ist die 1962 gegründete Unternehmensgruppe Schall eine absolute Rarität.

21. Mai 2012

Zunächst beschäftigte sich der 1939 geborene Paul Eberhard Schall mit grafischen Maschinen. 1963 begann er mit der Veranstaltung von Hausmessen, bevor er 1966 mit der Mograma (Fachausstellung moderner grafischer Maschinen) die erste ›richtige‹ Messe durchführte.

In den 70er- und 80er-Jahren folgten Schwergewichte wie Fameta, Fakuma, Motek und Control, 1990 die Schweisstec und 1994 die Südblech, die sich unter dem Namen Blechexpo von einer regionalen Messe in Sinsheim zu einer internationalen Messe in Stuttgart mauserte.

Ab 2007 verlegte man die meisten Fachmessen von Sinsheim nach Stuttgart, während die Publikumsmessen (Modellbau- und -bahnausstellungen und das legendäre Echtdampf-Treffen) sowie die Stanztec in Karlsruhe, Friedrichshafen, Köln und Pforzheim stattfinden.

»Schall-Messen sind renommierte und ambitionierte Markt-Veranstaltungen mit höchster Qualität, Kompetenz und Effizienz. Sie transportieren und kommunizieren Ideen, Lösungen und Informationen auf vorbildliche Weise. Schall operiert auf nationalem wie internationalem Parkett auf Augenhöhe mit den großen Messe-Playern«, beschrieb Heiko Könicke, Geschäftsführer der AFAG Messen und Ausstellungen GmbH, gleich mehrere Schall-USPs auf einmal.

Und Paul E. Schall selbst sagte ohne falsche Bescheidenheit: »Das Messeunternehmen Schall und seine Mitarbeiter haben sich schon immer dadurch ausgezeichnet, dass wir nicht kurzfristigen Trends nachhecheln, sondern dass wir uns Märkte und Geschäft für die Zukunft selbst erarbeiten.«

Und diese langfristige Strategie wirkt in schlimmen Zeiten wie ein Sicherheitsnetz. Denn Schall weiter: »So konnten wir die Rezessionsphase 2009 und 2010 nicht nur fast unbeschadet hinter uns lassen, sondern in einigen Bereichen unerwartete Erfolge erzielen, die 2011 zu Ergebnissen nahe an den Rekordzahlen der Jahre 2007 und vor allem 2008 führten. Ein Erfolg, den Paul E. Schall zunächst wohl selbst nicht erwartete.

Schon gar nicht hatte er erwartet, dass sich der deutsche Maschinenbau so schnell erholen würde. Zumindest hatte er für die entsprechende Prognose eines Redakteurs nur ein mildes Lächeln übrig. Umso mehr kann sich Schall heute freuen. Über seinen Erfolg und den seiner Kunden.

Erschienen in Ausgabe: 04/2012