50 Jahre GSW Schwabe

„18250 Gründe zur Freude“ hieß es deshalb auf der Einladung zur Jubiläumsfeier, der über 100 Gäste gefolgt waren; die 13 Schalttage verschenkte man großzügig. Die BBR wollte sich die Feier auch nicht entgehen lassen und hat neben dem Genuss der hervorragenden Verköstigung auch einiges über die Entwicklung des Unternehmens gelernt.

23. August 2013

Nur wenige Jahre nach der Gründung des Unternehmens „Gerhard Schwabe Werkzeugmaschinen“ 1963, welches zunächst mit Werkzeugmaschinen handelte, begann schon die eigene Maschinenbau-Ära. Und dies mit markigem Auftritt: „Opas Haspel ist tot“ lautete der Slogan des ersten Werbebanners, mit dem eine neue Coilabroller-Maschine vorgestellt wurde.

In den Folgejahren entwickelte GSW sich die Produktion in die Trenn- und Vorschubtechnik weiter – selten am Zeichenbrett, sondern fast immer in sehr enger, praktischer Zusammenarbeit mit den Kunden, die oft aufgrund der eigenen, technologischen Entwicklung mit immer neuen Herausforderungen ankamen, die sie gemeinsam mit GSW bewältigen wollten ...

So entstand ein Lieferprogramm, das sehr nah am eigentlichen Bedarf für Leistung und Ausstattung liegt.

Das geradlinige Design und die gute Zugangsmöglichkeit aller zu wartenden Komponenten unterstreichen diese Eigenart von GSW.

Schon Ende der 60er Jahre kam man als ein Vorreiter in der Bandanlagen-Technik mit der ersten sogenannten Alligator-Richtmaschine auf den Markt. Der Kunde konnte nun den Richtkopf öffnen und so die Stahlbänder einfach zuführen und die Maschine ohne große Umstände reinigen.

In den 80ern folgte auf dieser Basis dann die erste Kombinations-Vorschub-Richtmaschine, die die Vorzüge der Alligator-Richtmaschine mit der Positionier-Fähigkeit – also mit schnellen, genauen Materialvorschüben – verband. Das Design ermöglichte darüber hinaus volles Zwischenlüften und eine Material-Rückhaltung. GSW erlebte hierdurch einen Sprung in der Marktpräsenz und führt heutige Erfolge im Anlagen-Geschäft u.a. auf diese Entwicklung zurück.

Aufgrund der wachsenden Verflechtung mit der Umformindustrie und Menschen, die dort tätig waren, entwickelte GSW eine besondere Nähe zu der Gesamtheit dieser Sparte. Zu Beginn der 90er Jahre mündete dies in einem kompletten Programm an Zubehör für die Umformtechnik sein.

„Ausrüster der Stanzerei“ nannte sich das Katalogwerk, dessen Produkte sich heute über Ausblastechnik und Beölung bis zur Schrottabführung und Werkzeug-Beschickung spannen. Komplette Anlagen und Systeme kann der Kunde mit GSW für folgende Einsatzbereiche projektieren:

- Klassische Zuführanlagen in verschiedenen Bauweisen (Lang/Kurz/Kompakt-Bauform)

- Umwickelanlagen für die Oberflächen-Bearbeitung

- Querteilanlagen, mit optionalem Stapeln, Stanzen und Markieren

- Längsteilanlagen

- Kombinierte Systeme mit Längs- und Querteilen

Insbesondere im Bereich der Schneid- und der Umwickelanlagen konnte GSW sich in den letzten Jahren stark weiterentwickeln. Heute reicht die Kompetenz von hochsensiblem Material wie etwa feinem Aluminium oder Trafoblech bis hin zu 5mm dicken Stählen in der Spalt- und ca. 15mm dicken Stählen in der Querteilkapazität.

Das Materialspektrum bewegt sich im Allgemeinen im Bereich von Bändern zwischen ca. 0,1 mm und 15 mm Banddicken. Coilgrößen von bis 2150 mm Breite und über 2000 mm Durchmesser können bewältigt werden.

Die Bandbreite der Leistungen hat GSW auch zu einem gefragten Partner anderer Hersteller in der Umformtechnologie gemacht. So ist die Beistellung von Bandzuführanlagen für Pressen, Tafeln mit GSW-Querteilanlagen für flexible Fertigungslinien, Vorbereitungsanlagen für Profilieren, Umwickelsystemen für Schleifanlagen etc. mittlerweile ein starkes Segment, in dem GSW besonderen Wert auf die direkte Betreuung der jeweiligen Partner aus der eigenen Konstruktion/Projektabteilung legt.

Am Standort Kempen, nähe Krefeld, arbeiten derzeit 40 Mitarbeiter. GSW legt viel Wert auf die eigene Konstruktion und Fertigung vor Ort. Die Montage geschieht durch langjährig zugehörige Mitarbeiter, deren Erfahrung den Einsatz der eigenen Service-Abteilung nur dort notwendig macht, wo wirkliche Not herrscht.

Heute kennt man GSW als die „Sheet metal fans“. Dieser Claim unterstreicht die Leidenschaft mit der die Mitarbeiter Lösungen produzieren. Die Unternehmensausrichtung hat sich vom Produkt selbst gelöst um einen Mehrwert für den Kunden zu schaffen.

Ein Beispiel, wie dies gelebt wird, ist die GSW Kundenbetreuung: Sie sorgt für ein gutes Gefühl bei Neu- und Bestandskunden und den Vertretern des Unternehmens, indem sie schnell und persönlich die Bedarfe koordiniert und proaktiv im Kontakt bleibt.

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